LR Prettner erfreut über Anrechnung von 16 Monaten Karenzzeit in Metallindustrie
Wichtiger Beitrag zum Schließen der Einkommensschere - Andere Branchen müssen folgen
Klagenfurt (OTS/LPD) - Die im Rahmen der Metallerverhandlungen
beschlossene Anrechnung von 16 Monaten Karenzzeit je Kind sei ein
wichtiger Schritt zum Schließen der Einkommensschere, zeigte sich
heute, Mittwoch, Kärntens Frauenlandesrätin Beate Prettner erfreut.
"Diesem Positivbeispiel sollten bald andere Branchen folgen, um in
weiteren Berufssparten die Karenzzeiten bei der Vorrückung zu
berücksichtigen", so Prettner.
Der Kollektivvertrag sei das wichtigste Instrument zur Erreichung
von Gleichstellungszielen. "Beim Einkommensgipfel wurde seitens der
Gewerkschaft zugesagt, dass ab heuer vermehrt Frauen am
Verhandlungstisch sitzen werden. Was passiert, wenn mehr Frauen
mitverhandeln, sieht man am aktuellen Beispiel: Der erste Schritt zur
Reduzierung der Einkommensschere ist gemacht", freute sich Prettner.
Eine der Hauptursachen für die auseinanderklaffende Einkommensschere
sei, dass nach wie vor vermehrt Frauen die Karenzzeiten in Anspruch
nehmen und durch deren Nichtanrechnung oft ihr ganzes Berufsleben
beim Gehalt schlechter gestellt werden. Das wiederum habe auch
Auswirkungen auf die Pensionshöhe, betonte Prettner.
"Heute starten die Kollektivvertragsverhandlungen für
Handelsangestellte, davon sind rund 520.000 Arbeiterinnen und
Arbeiter betroffen. 280.000 davon sind im Einzelhandel tätig, über 75
Prozent davon sind Frauen. Das heißt, vor allem Frauen würden von der
vollen Anrechnung der Karenzzeit als Berufsjahre profitieren. Die
Metallindustrie hat uns vorgezeigt, wie es funktionieren kann. Jetzt
sollten andere Bereiche diesem Vorbild schnellstens nachfolgen und so
der Gehaltsschere den Kampf ansagen", forderte Prettner.
(Schluss)
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