- 19.10.2011, 09:56:35
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Neue Runde des Erfolgsprojekts "Mentoring für MigrantInnen" in Wien und Niederösterreich gestartet
MentorInnen aus der Wirtschaft unterstützen qualifizierte MigrantInnen beim Einstieg in den österreichischen Arbeitsmarkt
Wien (OTS) - Gestern, Dienstag, 18. Oktober, fand im
Julius-Raab-Saal der Wirtschaftskammer Österreich der offizielle
Startschuss für den Herbstdurchgang des Programms "Mentoring für
MigrantInnen" in Wien und Niederösterreich statt. Rund 250
MentorInnen und Mentees kamen zum ersten Mal zusammen und nach dem
ersten Kennenlernen entwickelten sich bald intensive Gespräche.
Die Wirtschaftskammern Österreichs, der Österreichische
Integrationsfonds (ÖIF) und das Arbeitsmarktservice freuen sich über
den erfolgreichen Verlauf von "Mentoring für MigrantInnen": In den
Bundesländern Wien, Niederösterreich und Oberösterreich konnten in
diesem Herbstdurchgang insgesamt 155 Mentoringpaare (111 in Wien, 21
in NÖ und 23 in OÖ) gebildet werden. Seit dem Pilotprojekt im
Frühjahr 2008 sind es somit österreichweit bereits mehr als 600
Mentoringpaare.
"Wir sind mit diesem Programm sehr erfolgreich unterwegs, weil
einerseits qualifizierten Menschen mit Migrationshintergrund die
Eingliederung in den Arbeitsmarkt erleichtert wird, gleichzeitig aber
auch die österreichischen Unternehmen durch die spezifischen
Kenntnisse der Mentees wie zB Sprachkenntnisse, sehr hohe
Qualfikation, internationale Netzwerke etc. profitieren können. Das
Feedback jener, die bereits teilgenommen haben, ist durchwegs
positiv, und das Interesse an dem gerade angelaufenen Durchgang ist
in der Wirtschaft groß", betont WKÖ-Generalsekretärin Anna Maria
Hochhauser. Beachtliche 40% der bisherigen Mentees haben im Zuge des
Programms den Einstieg in den österreichischen Arbeitsmarkt
geschafft.
Staatssekretär Kurz wird Mentor
Auch Staatssekretär Sebastian Kurz engagiert sich bei diesem
Durchgang in Wien als Mentor und wird eine junge Frau mit türkischen
Wurzeln unterstützen. "Damit ist Sebastian Kurz auch ein Vorbild für
die österreichische Aufnahmegesellschaft. Denn Integration ist ein
beidseitiger Prozess und sie kann nur gelingen, wenn Migranten und
Aufnahmegesellschaft ihren Beitrag leisten", betont
ÖIF-Geschäftsführer Alexander Janda. Es sei ein großer Erfolg, dass
das Mentoringprogramm nun bereits in sechs Bundesländern [Wien,
Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark, Tirol und Vorarlberg]
stattfindet. "Damit erfüllen wir weitgehend den Vorschlag des
Expertenrats des Nationalen Aktionsplans für Integration, wo es als
ausgezeichnetes Praxis-Beispiel angeführt wird", bilanziert Alexander
Janda.
"Das Projekt 'Mentoring für MigrantInnen' setzt genau am richtigen
Punkt an: Denn das Engagement der MentorInnen unterstützt die rasche
Eingliederung der MigrantInnen in den Arbeitsmarkt. Vor allem bei
Hochqualifizierten helfen persönliche Netzwerke besonders, die eine
oder andere Türe für ein Vorstellungsgespräch zu öffnen", erklärte
Johannes Kopf, Vorstand des Arbeitsmarktservice. Als Beispiele nannte
Kopf, der selber auch als Mentor aktiv war, eine "besondere
Erfolgsgeschichte": "So hat ein 49-jähriger Inder, der nach dem
Studium der Handelswissenschaften jahrelang als Marketing Manager in
der Automotive & Hochtechnologie Industrie in Europa und Asien
gearbeitet hatte, aber - als er nach Österreich gekommen ist -
jahrelang arbeitslos war, über das Mentoring-Programm einen
Arbeitsplatz im Grazer Armaturenwerk bekommen und ist derzeit für die
Firma als Key Account Manager in Indien tätig."
Zahlen und Fakten zum Mentoringprogramm
Beim Mentoringprogramm unterstützen erfolgreiche MentorInnen aus
dem Wirtschaftsleben qualifizierte MigrantInnen beim Einstieg in den
österreichischen Arbeitsmarkt. Sie verfügen über Know-how und
Netzwerke und können ihren Mentees damit den Schritt in den
Arbeitsmarkt erleichtern. Die Mentorinnen und Mentoren kommen aus den
verschiedensten Branchen, von IT über Banken und Versicherungen,
Handel, Logistik bis zu den Unternehmensberatern. Eine
Mentoringpartnerschaft dauert 6 Monate, der durchschnittliche
Zeitaufwand beträgt 5 Stunden pro Monat.
Von den Mentees des neuen Durchgangs in Wien haben 89 Prozent
einen Universitätsabschluss. Als Voraussetzung für die Teilnahme ist
zumindest ein Lehrabschluss erforderlich. Die Mentees stammen aus 56
verschiedenen Ländern.
Das Mentoringprogramm wird durch Mittel von go international, der
Internationalisierungsoffensive von BMWFJ und WKÖ, unterstützt.
Weitere Informationen unter: wko.at/mentoring und
integrationsfonds.at/mentoring
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich Mag. Petra Medek Mag. Petra Medek [email protected] Tel: 05 90 900 45 99 Österreichischer Integrationsfonds Mag. Ursula Schallaböck [email protected] Tel: 01/710 12 03 - 134 Arbeitsmarktservice Dr Beate Sprenger [email protected] Tel. (01) 331 78-522
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