- 19.10.2011, 08:10:22
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Genre-Stoffe bei Spielfilmen - Dokus über Bud Spencer, Nonnen und Volksmusik
Förderzusagen der vierten Jurysitzung 2011
Wien (OTS) - Zur vierten Jurysitzung 2011 wurden 29 Projekte mit
einer Gesamtantragssumme von 4.006.485 Euro eingereicht. Die Jury,
bestehend aus Heidi Hasenzagel, Christian Kubo, Jörg Schneider, Sonja
B. Zimmer und Peter Zawrel, erteilte 13 Projekten eine Zusage - eine
Fördersumme in Höhe von 1.531.500 Euro wurde vergeben. Acht Zusagen
gingen an Spielfilm-, fünf an Dokumentarfilmprojekte.
"Wir freuen uns besonders über das breite kreative Spektrum an
Stoffen, das bei der letzten von mir geleiteten Jurysitzung zur
Diskussion kam. Letztlich bietet die Auswahl neben Genre-Filmen -
Science-Fiction, Horror, Komödie, Kriegsfilm - auch eine Reihe von
Dokumentarfilmen, die einen verstärkten Unterhaltungswert aufweisen",
resümiert Geschäftsführer Dr. Peter Zawrel.
Fünf Projekte erhalten eine Herstellungsförderung in Gesamthöhe
von 1.446.500 Euro.
Klimaforschung am Gletscher kann böse enden: Mit GLETSCHERBLUT
produziert die Allegro Film ihren ersten Science-Fiction-Horrorfilm.
Das für den international erfolgreichen Zombie-Albtraum RAMMBOCK
verantwortliche Autoren-Duo Benjamin Hessler und Marvin Kren bleibt
damit seinem Genre treu - Kren wird Regie führen. Die Geschichte
kreist um den Techniker Janek, der seine Liebe verloren hat und sich
neben seinem inneren Kampf seltsamen Kreaturen stellen muss -
Mischwesen, deren genetische Veränderungen von einem geheimnisvollen
Gletscher-Saft herrühren.
Ebenfalls in den Bergen, wenn auch in der Vergangenheit, spielt
MONTE PIANO. Die Liebesgeschichte zwischen einer Italienerin und
einem Tiroler vor den Wirren des 1. Weltkriegs an der Südtiroler
Dolomitenfront wird von Ernst Gossner inszeniert, die Sigma Film
produziert.
Mit den Top-Darstellern Josef Hader, Samuel Finzi und Anica Dobra
wartet die Tragikomödie FRANCUSKI von Goran Rebic auf. In einem
abgeschiedenen Straflager meldet sich ein jüdischer Gefangener als
Französisch-Lehrer - ohne Französisch zu sprechen - und wittert seine
Chance zur Flucht. Die österreichisch-deutsch-georgische Produktion
ist ein Projekt der Amour Fou Film.
NACKTBADESTRAND, Buch und Regie: Hans Selikovsky, wird an
Originalschauplätzen auf der Donauinsel entstehen. Bei der
turbulenten Sommer-Verwechslungskomödie gerät Niko freiwillig auf
Mädchen-Jagd, unfreiwillig auf die Flucht vor Gangstern und der
Polizei.
Unter der Regie von Nachwuchstalent Tabak Hüseyin wird sich auch
der türkische Junge Veysel um die Eroberung seiner ersten Liebe Ana
kümmern. Die Produktion der Dor Film heißt DEINE SCHÖNHEIT IST NICHTS
WERT.
Ulrich Seidls PARADIES erhält eine Mittelerhöhung. Aus dem
dreiteiligen Film sollen drei einzelne Filme entstehen.
Im Dokumentarfilmbereich überzeugten in erster Linie unterhaltsame
Themen. Produzent Kurt Mayer widmet Carlo Pedersoli, besser bekannt
als Bud Spencer, das Porträt SIE NANNTEN IHN SPENCER. In 365 TAGE
VOLLGAS (Mobilefilm) begleiten Marco Antoniazzi und Gregor Stadlober
den Kärntner Schlagersänger Marc Pircher, um diesen gerne
belächelten, aber ungemein erfolgreichen Bereich der Musikindustrie
zu beleuchten. Aufgebrachte Ordensschwestern älteren Jahrgangs sorgen
in DER LANGE ABSCHIED (Metafilm) für unerwartete Situationen fern von
gängigen Klischees. Thema von Helmut Manningers Projekt ist die
Schließung des Annunziata-Klosters in Eichgraben bei Wien. Der
86-jährige Claude Lanzmann, Regisseur des Holocaust-Zweiteilers
"Shoa", begibt sich mit DER LETZTE DER UNGERECHTEN (Dor Film) auf die
Spuren des Wiener Rabbiner Benjamin Murmelstein.
Drei Projekten erhalten eine Projektentwicklungsförderung in
Gesamthöhe von 85.000 Euro.
Einen Doku-Thriller über die Aktionen des Hacker-Kollektivs
"Anonymous" entwickeln die Autoren Friedrich Moser, Stefanie Langer
und Daniel Wunderer mit blue + green communications - ein Road-Movie
durch den digitalen Underground: #OP ANONYMOUS.
Am Drehbuch zum Spielfilm FERRARI DINO GIRL arbeitet Martin
Leidenfrost mit der Novotny & Novotny Film. Eine Geschichte über
unerfüllte Liebe, vier Dosen Filmmaterial und die 32 Stunden, in
denen Jan Nemec nach dem Einmarsch der Sowjet-Truppen in Prag Zeit
hatte, der Welt über das dort geschehene Unrecht zu berichten.
Eine weitere Zusage für Projektentwicklung erhielt Nikolaus
Geyrhalters Projekt IRGENDWANN, das die Vision einer von der
Menschheit erlösten Welt schildert. Ein fiktiv-dokumentarischer Blick
auf das, was bleibt.
Detaillierte Informationen sind auf www.filmfonds-wien.at
abrufbar.
Rückfragehinweis:
Filmfonds Wien, Mag. Stefan Hahn
mailto:[email protected] / Tel.: +43 1 526 50 88-11
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