ÖH zum Bildungsaktionstag: Tausende Studierende nahmen teil
Der heutige Bildungsaktionstag hat den Finger auf die Wunden im Hochschulsystem gelegt
Wien (OTS) - Der heutige Bildungsaktionstag war ein ganzer Erfolg.
Viele tausende Studierende und Lehrende haben sich aufgemacht,
gemeinsam die Probleme des Hochschulraums aufzuzeigen. Nach den
Instituts- und Vollversammlungen, sowie Demos haben sich die ÖH,
Studierende und Hochschulangehörige am Minoritenplatz eingefunden, um
an einer gemeinsamen Kundgebung teilzunehmen.
Janine Wulz vom ÖH Vorsitzteam bestätigt an diesem Tag die miserable
Lage der Studierenden und der Hochschulen und fordert Minister
Töchterle auf: "Herr Minister, mit Holzhammermethode auf Biegen und
Brechen Studiengebühren durchzudrücken ist deiner politischen Kultur
unwürdig! Nehmen sie die Verantwortung ernst, die sie gegenüber uns
allen, 320.000 Studierenden, hunderttausenden SchülerInnen und
unseren Familien haben! Wir fordern diese Regierung auf, endlich
Bildung zur Priorität zu machen! Wir fordern diese Regierung auf,
endlich in die Bildung zu investieren!"
Angelika Gruber vom Vorsitzteam schildert die missliche Lage wie
folgt: "Morgen wird Finanzministerin Fekter die Budgetrede halten-
doch einmal mehr will die ÖVP ihre hochschulpolitische Linie auch in
Budgetzahlen untermauern: wenn dann gibt es höchstens eine
Mogelpackung der Hochschulmilliarde. Die angekündigten 330 Millionen
Euro pro Jahr sind zwar dringend notwendig, werden aber nichts zur
Verbesserung der Situation beitragen. Studiengebühren - ob jetzt 500
Euro im Semester oder 2000 - sind in keinem Fall gerecht und lösen
das Problem nicht!"
Peter Grabuschnig, ÖH Generalsekretär geht auf die sozial prekäre
Lage der Studierenden ein: "Mehr als 65 Prozent der Studierenden
leben unter der Armutsgrenze, zwei Drittel müssen mehr als 20 Stunden
in der Woche arbeiten. Damit ist es noch nicht genug - Herr Minister
will uns jetzt noch mit beliebig hohen Studiengebühren belasten!
Studiengebühren sind der Gipfel des ohnehin sinkenden Eisbergs: bei
27.000 Studierenden wurde die Familienbeihilfe gestrichen, die
Studierendenheime werden teurer - das Ministerium spart 5.000.000
Euro - und dazu kommt noch dass die Selbstversicherung für Studis um
die Hälfte teurer. Dies sind alles Maßnahmen, die auf dem Rücken der
Studierenden ausgetragen werden."
Martin Schott vom ÖH Vorsitzteam streicht abschließend hervor wie
hart die Studienbedingungen geworden sind: "Immer neue Hürden werden
eingeführt bei gleichzeitig immer mehr Prüfungsketten,
Eingangsphasen, die den Beginn zum Ende machen sollen - das alles
bedeutet immer weniger Chancen für die Studierenden. Die
Arbeitsbedingungen für MitarbeiterInnen auf den Hochschulen werden
immer prekärer, die Hörsäle reichen nicht aus. Damit muss Schluss
sein!Wir wollen faire Studienbedingungen, faire Arbeitsbedingungen
und Hochschulen die studieren möglich machen!"
"Wenn Minister Töchterle und Ministerin Fekter nicht bald
entsprechend handeln, müssen sie sich diesen Herbst warm anziehen",
so das Vorsitzteam unisono abschließend.
Sara Scheiflinger,
Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 211
sara.scheiflinger@oeh.ac.at;
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