Bildungsaktionstag an der BOKU: Nein zu Studiengebühren!
Wien (OTS) - Auch die Studierenden der Universität für Bodenkultur
beteiligen sich am bundesweiten Bildungstag. Filmvorführungen,
Diskussionsrunden und kreative Aktionsformen stellten das Programm
auf der BOKU.
Alle jagen die Bildungsmilliarde
Ein Forschender, ein Rektor und eine Studierende verfolgen die
Bildungsmilliarde, dargestellt durch ein Geldscheinkostüm. Quer über
die Türkenschanze wurde am gestrigen Montag gejagt, um auf den
Bildungsaktionstag aufmerksam zu machen.
"Wir wollten die Absurdität der momentanen Debatte um die
"Bildungsmilliarde" verdeutlichen!", so Klemens Herzog,
Studienvertreter an der ÖH BOKU, "Wenn diese Farce überhaupt kommt,
wird sie nur eine Absicherung des prekären Status quo bedeutet!"
Daniel Böhm vom Vorsitzteam ÖH BOKU meint dazu: "Alle Uni-Angehörigen
sitzen in einem Boot. Leider geht es in der momentanen Diskussion nur
ums Geld. Was Bildung eigentlich ist oder sein könnte, darüber wird
gar nicht reflektiert!"
Gefangen wurde die Bildungsmilliarde nicht. Die Situation an der
BOKU bleibt weiterhin prekär, Vorlesungen müssen in Kinosäle
ausgelagert werden, Professurnachbesetzungen werden aufgesetzt, das
Betreuungsverhältnis wird schlechter.
Klares Nein zu Studiengebühren
Am Abend wurde auf der BOKU der Unibrennt-Film gezeigt,
anschließend gab es eine rege Diskussion zu Bildungspolitik und
Protesten. Die Nachricht, dass Universitäten laut Minister Töchterle
Studiengebühren in unbegrenzter Höhe fordern sollen, wurde bestürzt
aufgenommen."Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen sind keine
Lösung!", warnt Armin Kolbe vom Vorsitzteam ÖH BOKU, "Denn gerade die
BOKU lebt von der Vielfalt ihrer Studierenden!"
Die ÖH BOKU stellt sich vehement gegen Studiengebühren und sieht
sie als vollkommen inadäquates Mittel zur Finanzierung der
Universitäten. Viel schlimmer noch: Studiengebühren würden die Zahl
der Studierenden, die unterhalb der Armutgrenze leben müssen, noch
vergrößern.
Irina Hohenwarter, ebenfalls im Vorsitzteam der ÖH BOKU, gibt sich
kämpferisch: "Dementsprechend werden sich heute Abend natürlich auch
Studierende der BOKU an den Protesten vor dem Minoritenplatz
beteiligen, um sich für einen freien, kostenlosen Universitätszugang
und Ausfinanzierung der Universitäten einzusetzen!"
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