FALTER: "Ich sehe mich mit Verschwörungen konfrontiert"
Christoph Ulmer, Berater des Innenministeriums, nimmt im FALTER erstmals persönlich zu "Staatskomplott"-Vorwürfen gegen ihn Stellung
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-- Diese Meldung wurde korrigiert --
-- Neufassung in Meldung OTS0264 vom 18.10 --
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Wien (OTS) - "Ich sehe mich mit Verschwörungstheorien und glatten
Lügen konfrontiert", so kommentiert Christoph Ulmer in der am
Mittwoch erscheinenden Ausgabe der Wochenzeitung FALTER die aktuellen
Vorwürfe gegen ihn. Ulmer fungierte von 2000 bis 2004 als
Kabinettschef des ÖVP-Innenministers Ernst Strasser. Als
Geschäftsführer der Werbeagentur Headquarter dirigiert er heute nicht
nur ÖVP-Wahlkämpfe, sondern berät seit dem Jahr 2009 auch das
Innenministerium in Sachen "Krisenkommunikation".
Das Nachrichtenmagazin Profil warf ihm jüngst vor, in dieser
Funktion die Fäden in einem "Staatskomplott" zu ziehen. Im Rahmen der
Ermittlungen wegen des Verdachts auf Verrat des Amtsgeheimnisses
hatte die Staatsanwaltschaft Anfang Oktober Ulmers Headquarter-Büro
durchsuchen lassen. Anlass war ein geheimes Mail des
Bundeskriminalamts-Chefs Franz Lang zum Komplex Constantia/Buwog, das
BMI-Kabinettschef Michael Kloibmüller im September 2010 an Christoph
Ulmer weitergeleitet hatte. "Ich muss unseren Berater über die Fakten
informieren, wenn er uns beraten soll", sagt Kloibmüller im FALTER.
Das Beratungsverhältnis zwischen Ulmer und BMI sei solange "auf Eis"
gelegt, bis die Rechtslage geklärt sei, sagt der heutige
Kabinettschef. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.
Auch den Vorwurf, Ulmer habe Ex-Telekom-Manager Gernot Schieszler
vom Plan der Staatsanwaltschaft berichtet, diesem die
Kronzeugenregelung anzubieten, weist Ulmer zurück: Er habe seit zwei
Jahren keinen Kontakt zu Schieszler gehabt.
Zur Causa Tetron sagt Ulmer im FALTER: "Aus meiner Sicht ist das
gesamte Verfahren sauber gelaufen." Nachdem ein Konsortium bestehend
aus Raiffeisen, Siemens und Wien Energie im Jahr 2002 den Zuschlag
für den Aufbau des Behörden-Funknetzes erhalten hatte, entzog diesem
das BMI den Auftrag überraschend nach nur einem Jahr und vergab ihn
an ein Konsortium aus Motorola und Alcatel. Dass Ulmers Freund Alfred
Mensdorff-Pouilly, der zu jener Zeit als Lobbyist für Motorola tätig
gewesen sein soll, damals interveniert habe, schließt Ulmer im FALTER
aus: "Mit heutiger Wissens- und Gesetzeslage hätte ich als
Kabinettschef an Mensdorff-Pouillys Jagend nicht teilgenommen."
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