- 18.10.2011, 11:39:11
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BZÖ-Bucher: "Wir müssen verhindern, dass sich Erwachsene an Kindern vergreifen"
Wien (OTS) - "Wir müssen in Zukunft verhindern, dass sich
Erwachsene an Kindern vergreifen", erklärte BZÖ-Bündnis- und
Klubobmann Josef Bucher in einer Pressekonferenz und kündigte an, das
BZÖ-Kinderschutzpaket noch einmal im Plenum einzubringen. Schon vor
fast einem Jahr wurde der umfassende Antrag des BZÖ, der härtere
Strafen bei Kindesmissbrauch vorsieht, von SPÖ, ÖVP und den Grünen
abgelehnt. Während Rot und Grün mittlerweile offenbar einlenken,
"muss ich bedauern, dass das Einsehen der ÖVP nicht soweit reicht, um
neue Regelungen durchzusetzen", kritisierte Bucher.
"Die Opfer haben die Verletzungen an ihrer Seele ein Leben lang zu
tragen. Der Mord an Seelen darf nicht verjähren!", mahnte Bucher. Er
forderte einen "Runden Tisch" nach deutschem Vorbild, an dem die
Klubobleute, Vertreter der Kirchen sowie der Opfer teilnehmen
sollten.
Bei einer Dunkelziffer von rund 20.000 Fällen von Kindesmissbrauch
pro Jahr müssten rasch klare Regeln geschaffen werden, so Bucher.
"Wir wollen Vorreiter in Europa sein!" Justizministerin Karl dürfe
nicht warten, bis auf europäischer Ebene einheitliche Regelungen
geschaffen werden.
Im Kern umfasst das BZÖ-Kinderschutzpaket fünf Bereiche, erläuterte
der BZÖ-Chef. Neben einer Verdoppelung der Strafrahmen bei sexuellem
Missbrauch wird auch eine verpflichtende lebenslange Haftstrafe bei
Missbrauch mit Todesfolge gefordert. Künftig sollte es auch keine
bedingten Entlassungen von Sexualstraftätern geben, aber eine
Anzeigepflicht bei Missbrauchsfällen. Zusätzlich verlangte Bucher die
Einrichtung von Kinderschutzzonen wie etwa im Umkreis von
Kindergärten oder Schulen in denen sich frühere Täter nicht aufhalten
dürfen.
Rückfragehinweis:
Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ
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