- 18.10.2011, 11:09:55
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Forschungsförderung für "Umwelt- und Gesundheitsforschung" ausgeschrieben
Lebensministerium setzt Österreichischen Aktionsplan Nanotechnologie um
Wien (OTS) - Im Zuge der Umsetzung des Österreichischen
Aktionsplanes für Nanotechnologie wird eine Forschungsförderung für
Projekte mit Schwerpunkt ArbeitnehmerInnen-, Gesundheits- und
KonsumentInnenschutz ausgeschrieben. Die ausgewählten Vorhaben sollen
einerseits Grundlagen für die Risikobewertung bei der Verwendung von
Nanomaterialien am Arbeitsplatz und in verbrauchernahen Produkten
stärken und zum Zweiten die Verfügbarkeit von Schutzmaßnahmen
besonders am Arbeitsplatz erhöhen. Für die unter dieser Ausschreibung
auszuwählenden Projekte stehen insgesamt 440.000 Euro zur Verfügung.
Die Ausschreibungsunterlagen sind unter folgendem Link zu finden:
www.ffg.at/nano-ehs und bis 19. Dezember einzureichen.
Von dem großen Potential der Nanotechnologie ist Umweltminister
Niki Berlakovich überzeugt: "Die Nanotechnologie ist zweifellos eine
wichtige Zukunftsperspektive. Gerade im Umweltsektor erwartet man von
Nanomaterialien und Nanotechnologien entscheidende Impulse etwa in
der Energiegewinnung oder in der Wasseraufbereitung. Mein Ziel ist es
einerseits dieses Potential für den Arbeitsmarkt zu erschließen -
hier können zahlreiche green jobs entstehen. Um aber die Risiken bei
der Anwendung von Nanomaterialien möglichst gering zu halten, ist es
wichtig, bestehende Wissenslücken zum Umwelt- und Gesundheitsschutz
rasch zu schließen. Mit dem aktuellen Ausschreibungsstart ist ein
entscheidender Schritt in diese Richtung gelungen."
Als "Nano" wird eine Größenordnung von einem Milliardstel Meter
bezeichnet. Zu den wichtigsten nanotechnologischen Produkten zählen
Pigmente und andere Zusatzstoffe für Lacke und Kunststoffe. Mit dem
österreichischen Aktionsplan Nanotechnologie wurde ein Maßnahmenpaket
geschnürt und ein bundesweit koordinierter Forschungsschwerpunkt zu
Umwelt- und Gesundheitsauswirkungen von Nanomaterialien umgesetzt.
Ziel ist es herauszufinden, wie die Chancen der Nanotechnologie für
Österreich, beispielsweise für die Umwelt- und Energietechnik, für
neue ressourcenschonende Produkte oder für Klein- und Mittelbetriebe
bestmöglich genutzt werden. Darüber hinaus soll geklärt werden, wie
Österreich zur Sicherheit von nanotechnologischen Anwendungen
beitragen kann.
Der Österreichische Aktionsplan Nanotechnologie wurde federführend
vom Lebensministerium gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium, dem
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, dem
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie und dem
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung erarbeitet und am 2.
März 2010 vom Ministerrat verabschiedet. Der Forschungsschwerpunkt
wird von der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft mbH
(FFG) betreut und durchgeführt, ein international besetzter
wissenschaftlicher Beirat liefert Expertisen bei der Ausschreibungen
und der Auswahl der Projekte.
Rückfragehinweis:
Lebensministerium, Pressestelle
Tel.: (+43-1) 71100 DW 6703, 6963
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