• 18.10.2011, 10:39:04
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VP-Korosec ad AKH: Kaputte Großgeräte belegen verfehlte Investitionspolitik der Wiener Stadtregierung

ÖVP fordert erneut Prioritätenliste sowie Finanzierungsplan für Investitionen in den städtischen Spitälern

Wien (OTS) - Sie fühle sich angesichts des nun bekannt gewordenen
Defekts des Gamma-Knife im AKH in ihrer bereits 2010 geäußerten
Kritik nach einer verbindlicher Prioritätenliste für Investitionen in
Wiens städtischen Spitälern bestätigt, betont die
Gesundheitssprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Ingrid Korosec in Reaktion
auf aktuelle Medienberichte.

Laut internationaler Experten ist davon ausgehen, dass die
durchschnittliche Lebensdauer medizinischer Geräte bei etwa acht
Jahren liege, bei starker Beanspruchung gar nur sechs Jahre. Es sei
daher nicht nachvollziehbar, ein Großgerät derart lange zu verwenden
ohne rechtzeitig eine Ersatzinvestition in die Wege zu leiten.

"Was wir hier seit Jahren erleben ist eine totale Ignoranz der
verantwortlichen SP-Gesundheitsstadträtin was medizinisch notwendige
Investitionen in den Spitälern betrifft. Bereits 2010 haben wichtige
medizinische Geräte in der Notfallambulanz des AKH gefehlt und die
Hebammen mussten sich mit kaputten bzw. nicht kompatiblen
Kardiotokographiegeräten zur Messung der Herztöne von Mutter und Kind
herumschlagen", kritisiert Korosec.

Das seit vergangenen Freitag ausgefallene Gamma-Knife ist seit den
neunziger Jahren im Einsatz gewesen und hätte schon vor Jahren
dringend ausgetauscht werden müssen, weil die Strahlenquelle mehrmals
ihren Geist aufgegeben hat. Mit einem Wort: die Probleme existieren
nicht erst seit gestern, sondern aufgrund jahrelanger Untätigkeit
bzw. falscher Prioritätensetzung auf oberster Managementebene des
Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV). Es könne nicht sein, dass man
mit notwendigen Ersatzinvestitionen so lange zuwarte, bis die Geräte
völlig kaputt und veraltet seien, betont die VP-Abgeordnete.

Bis dato kein Antrag zur Finanzierung eines Gamma-Knife -
worauf wartet die AKH-Führung?

Eine Teilschuld treffe mit Sicherheit auch die verantwortliche
Managementebene im AKH, so Korosec, denn in der Wiener
Gesundheitsplattform wurde bis dato keinen Antrag des AKH für einen
Investitionskostenzuschuss zur Anschaffung eines neuen Gamma-Knife
behandelt. "Ich verstehe nicht, warum die Spitalsführung hier nicht
schon längst tätig geworden ist und diesen dringend notwendigen
Austausch forciert hat", betont Korosec.

Die Trägheit der rot-grünen Wiener Stadtregierung sei gefährlich,
denn durch mangelnde Investitionen sei letztendlich auch die
Behandlungsqualität der Bevölkerung gefährdet. "Wir sind absolut
nicht gewillt, diese Lethargie der völlig überforderten
Managementebene im Rathaus und im KAV mitzutragen. Die ÖVP Wien
fordert daher erneut die Erstellung einer Prioritätenliste und eines
verbindlichen Finanzplanes für den gesamten KAV, gegliedert nach den
jeweiligen medizinischen Fachbereichen, um festzustellen, wo Geräte
fehlen bzw. ausgetauscht werden müssen, damit Neuanschaffungen bzw.
Ersatzinvestitionen rechtzeitig planbar sind. Und wir wollen diese
Pläne auch regelmäßig im zuständigen Gesundheitsausschuss des Wiener
Gemeinderates zur Genehmigung vorgelegt bekommen", so die
VP-Gesundheitssprecherin abschließend.

Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: Tel.: (+43-1) 4000 /81 913
mailto:[email protected]

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