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OTS0028   18. Okt. 2011, 09:08

SP-Berger-Krotsch: Kampf gegen Menschen- und Frauenhandel wichtiger denn je!

Frauensekretärin der Wiener SPÖ zum Europäischen Tag gegen Menschenhandel


Anlässlich des heutigen Europäischen Tages gegen
Menschenhandel unterstrich die Frauensekretärin der Wiener SPÖ, LAbg.
Nicole Berger-Krotsch, dass der Kampf gegen Menschen- und
Frauenhandel aktueller denn je sei: Laut Informationen der
"International Labour Organisation" (ILO) der Vereinten Nationen
werden jährlich 2,4 Millionen Menschen Opfer von Menschenhandel. "Das
ist eine unvorstellbare Grausamkeit, die Menschen unter Vorspiegelung
von falschen Tatsachen angetan wird. Die Würde der Betroffenen wird
in entsetzlichster Weise missbraucht", betonte Berger-Krotsch am
Dienstag.****

Laut UNO ist Menschenhandel zusammen mit Schlepperei weltweit bereits
die drittwichtigste Einkommensquelle der organisierten Kriminalität.
Unter Vorspiegelung falscher Tatsachen und unter Ausnutzung einer
schwierigen sozialen Situation werden Menschen in Länder gelockt, wo
sie auf unwürdigste und grauenvolle Weise Opfer von Verbrechen
werden. So werden laut Schätzungen der UN zwischen 700.000 bis zwei
Millionen Mädchen und Frauen pro Jahr weltweit verschleppt und zur
Prostitution gezwungen, informierte Berger-Krotsch: "Es ist unser
aller Aufgabe, davor nicht die Augen zu verschließen, sondern
konkrete Maßnahmen zu setzen und die Öffentlichkeit für dieses
traurige Thema zu sensibilisieren."

So ist es auch für die Stadt Wien ein wichtiges Anliegen, der
sexuellen Ausbeutung von Frauen einen Riegel vorzuschieben und Opfer
von Frauenhandel zu unterstützen und Hilfe anzubieten. "Im Rahmen des
Wiener Maßnahmenpakets zur Prostitution wird bezugnehmend auf die
Problematik Frauenhandel ganz bewusst auf Schutz und Aufklärung der
Frauen gesetzt", stellt die Frauensekretärin klar und verweist auf
das Pilotprojekt des Vereins "Lefö". Da Opfer von Frauenhandel, die
zur Prostitution gezwungen werden, oft sehr isoliert leben und mit
Hilfsangeboten nur schwer zu erreichen sind, werden Frauen aus der
Szene, insbesondere migrantische Prostituierte zu Multiplikatorinnen
ausgebildet, die betroffene Frauen über ihre Rechte aufklären sollen.
Zudem werden auch Freier sensibilisiert und über Menschen- und
Frauenhandel informiert und aufgeklärt.

"Der heutige Tag ist ein wichtiges Zeichen, um das Problembewusstsein
für Menschenhandel weiter zu schärfen, und so mitzuhelfen, dass
Frauenhandel nicht mehr als vernachlässigbare Randerscheinung abgetan
wird. Frauen- und Menschenhandel ist ein großes Verbrechen gegen die
Menschlichkeit, dem wir geschlossen entgegentreten müssen, um die
unzähligen Opfer endlich sichtbar zu machen!", schloss
Berger-Krotsch. (Schluss) nk

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0028 2011-10-18 09:08 180908 Okt 11 DSW0001 0367



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