• 17.10.2011, 12:09:47
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Staatssekretär Waldner: "Gemeinsam gegen Hunger und Armut"

Versechsfachung der Soforthilfe für Ostafrika als starkes Signal im Kampf gegen Hunger

Wien (OTS) - Die weltweite Ernährungssituation habe sich in den
vergangenen beiden Jahren weiter verschlechtert, wie der aktuelle
Bericht "The State of Food Insecurity in the World 2011" feststellt.
"Diesem Trend muss stärker als bisher entgegengewirkt werden. Dazu
müssen Industrie- und Entwicklungsländer gleichermaßen beitragen", so
der Staatssekretär im Außenministerium Wolfgang Waldner.

Die Hungersnot in Ostafrika habe einmal mehr vor Augen geführt,
dass Strukturreformen dringend notwendig seien. "Gebot der Stunde ist
aber jetzt, mit vereinten Kräften der notleidenden Bevölkerung am
Horn von Afrika beizustehen und umgehend Hilfe zukommen zu lassen.
Mehr als 13 Millionen Menschen sind von der Dürre betroffen und leben
unter prekären Bedingungen. Österreich wird daher seine bisherige
Hilfe versechsfachen und stellt weitere 7 Millionen Euro an
Soforthilfe zur Verfügung", weist Waldner auf einen diesbezüglichen
Ministerratsbeschluss diesen Mittwoch hin. Die Mittel kommen über
Projekte internationaler und österreichischer humanitärer
Organisationen direkt zu den Menschen.
Langfristig bleibt die Austrian Development Agency (ADA), die Agentur
der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, in dieser Region bei
ihrem Engagement in den Bereichen nachhaltiger Wasser- und
Sanitärversorgung, Gesundheit und Ernährungssicherung.

2010 waren rund 925 Millionen Menschen von Hunger betroffen - das
entspricht einer knapp 10-prozentigen Steigerung gegenüber 2008 -
stellt der aktuelle Bericht der Welternährungsorganisation FAO, des
Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung und des
Welternährungsprogramms über die weltweite Ernährungsunsicherheit
fest. Die gesteigerte Nachfrage vor allem in Asien - China und Indien
- der Boom bei Agrartreibstoffen und der Ausverkauf von produktivem
Land an ausländische Investoren haben neben klimabedingten
Ernteausfällen zu einem weiteren Anstieg der Lebensmittelpreise
geführt. Dadurch hat sich die Ernährungssituation insgesamt weltweit
verschlechtert. "Dies trifft Menschen, die ohnehin benachteiligt sind
besonders hart", betont Waldner mit Blick auf den Welternährungstag
am 16. sowie den heutigen Internationalen Tag für die Beseitigung der
Armut.

Die Gründe für Ernährungsunsicherheit und Armut sind vielfältig
und gehen Hand in Hand. "Entgegen internationalen Trends hat
Österreich immer auf die Förderung ländlicher Entwicklung gesetzt und
vor allem kleinbäuerliche Betriebe und Bio-Landwirtschaft
unterstützt. Dieser Kurs hat sich bewährt - zum Beispiel in
Nord-Gondar in Äthiopien oder in der Provinz Sofala in Mosambik - und
hat die Wahrscheinlichkeit von Nahrungsmittelengpässen verringert",
so Waldner abschließend.

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
Presseabteilung
Tel.: +43(0)501150-3262,4549,4550; F:+43(0)501159-213
mailto:[email protected]
http://www.aussenministerium.at, http://www.bmeia.gv.at

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