OTS0099   17. Okt. 2011, 11:47

LH Dörfler: Mittwoch fällt die Entscheidung der Europäischen Kommission über das zukünftige EU-Kernnetz

Kärnten arbeitet bereits seit 2004 intensiv an der Umsetzung dieses Jahrhundertprojekts


Der kommende Mittwoch ist ein wichtiger
Entscheidungstag für die Baltisch-Adriatische Achse. Die Europäische
Kommission gibt dann nämlich bekannt, welche Verkehrsverbindungen
zukünftig in das Kernnetz übernommen werden. Darin enthalten soll
auch die Baltisch-Adriatische Achse von Danzig bis Bologna mit dem
Herzstück Koralmbahn sein. Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler
fiebert diesem wichtigen Tag schon mit großer Spannung entgegen. "Wir
forcieren dieses Projekt der Baltisch-Adriatischen Achse bereits seit
dem Jahr 2004 sehr intensiv. Damals wurde anlässlich des
Eisenbahn-Infrastrukturgipfels in Villach eine
Kooperationsvereinbarung zur Umsetzung des Baltisch-Adriatischen
Korridors unterzeichnet", erklärte er heute, Montag.

Seither habe er unzählige Verhandlungen und Gespräche mit
Vertretern der Anrainerstaaten und der Wirtschaft geführt und auch
viele wichtige Termine mit hochrangigen EU-Entscheidungsträgern in
Brüssel absolviert, um dieses Projekt auf allen Ebenen vorzustellen
und zu forcieren, so Dörfler. "Höhepunkt dieser Aktivitäten war
sicherlich das Treffen mit EU-Verkehrskommissar Siim Kallas im Jänner
dieses Jahres. Vor zwei Wochen gab es diesbezüglich noch ein Gespräch
mit dem österreichischen Kommissar Johannes Hahn, um nochmals
positive Stimmung für dieses Jahrhundertprojekt zu machen", erklärt
der Landeshauptmann.

"Die Baltisch-Adriatische Achse ist sowohl für ganz Europa und im
speziellen für Österreich und Kärnten von besonderer Bedeutung. Sie
verbindet nämlich die Adria mit dem Baltikum und das bedeutet, dass
zukünftige Warenströme auf direktem Weg schnell und umweltfreundlich
von den wichtigen Häfen in der Adria und der Ostsee ins Zentrum von
Europa transportiert werden können. Kärnten spielt dabei eine
besondere Rolle, liegt es doch am Schnittpunkt zwischen dem Korridor
X und der Baltisch-Adriatischen Achse. Der Verschiebebahnhof Fürnitz
könnte hier eine wichtige Drehscheibenfunktion übernehmen und auch
der erste 'Trockenhafen' im Hinterland der adriatischen Häfen sein",
so Dörfler.

Zudem sei die Schiene das Verkehrsmittel der Zukunft. "Wer heute
auf die Bahn setzt, setzt auf die Zukunft. Es hat sich in der
Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass sich entlang wichtiger
Verkehrsrouten die Wirtschaft besonders positiv entwickelt, weshalb
man diese Achse auch als zukünftige Wohlstandsachse bezeichnen kann",
erklärt der Landeshauptmann. Um bereits jetzt das entsprechende
Netzwerk zwischen den Anrainerstaaten entlang der Achse sowie der
Wirtschaft aufzubauen, habe man das EU-Projekt Batco gestartet. "Das
Land Kärnten ist Lead-Partner in diesem Projekt, dessen Ziel es ist,
ein aktives Netzwerk zu schaffen und bereits jetzt die
Voraussetzungen für die optimale Nutzung der Baltisch-Adriatischen
Achse zu schaffen", so Dörfler weiter.

"Ich kann die Entscheidung der Europäischen Kommission am
Mittwoch kaum mehr erwarten. Alle bisherigen Signale aus Brüssel
deuten auf eine positive Entscheidung hin. Zudem wurde bei vielen
meiner Gespräche in Brüssel und den Nachbarländern immer wieder von
allen Gesprächspartnern betont, welch große Bedeutung diese
Schienenachse für Europa hat. Ich bin davon überzeugt, dass sich die
intensiven Bemühungen ausgezahlt haben und das Motto gelten wird:
Auch ein kleines Bundesland kann im großen Europa erfolgreiche
Zukunftsprojekte entwickeln und umsetzen", betont Dörfler.
(Schluss)

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OTS0099 2011-10-17 11:47 171147 Okt 11 NKL0001 0488



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