- 14.10.2011, 14:07:04
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Ostafrika braucht wirksame Nothilfe u n d langfristige Programme
SOS-Kinderdorf begrüßt Aufstockung der Finanzhilfe durch die Bundesregierung als richtiges und wichtiges Signal - und bittet weiter auch um private Spenden.
Wien/Innsbruck (OTS) - "Letzten Donnerstag stellte Vizekanzler und
Außenminister Michael Spindelegger bei einer gemeinsamen
Pressekonferenz mit SOS-Kinderdorf-Präsident Helmut Kutin in Wien die
Aufstockung der Hilfszahlungen für Ostafrika in Aussicht. Helmut
Kutin begrüßte diesen Schritt und unterstrich, dass es angesichts der
dramatischen Lage dringend noch zusätzliche staatliche u n d
private Mittel für die Ostafrika-Hilfe brauche.
Inzwischen hat Außenamtsstaatssekretär Wolfgang Waldner
angekündigt, dass die Regierung die Ostafrika-Hilfe von 1,5 auf 8,5
Millionen Euro erhöhe. "Damit hat Österreich ein klares, von vielen
Nichtregierungsorganisationen lang erhofftes Signal gesetzt, mehr
Verantwortung innerhalb der internationalen Staatengemeinschaft im
Kampf gegen die Hungerkatastrophe in Ostafrika zu übernehmen", freut
sich Christian Moser, Geschäftsführer von SOS-Kinderdorf in
Österreich, über die Aufstockung.
Gleichzeitig hoffen und appellieren Helmut Kutin und Christian
Moser, dass die Regierung diesen Weg weiter beschreiten wird, die
Menschen in Ostafrika und in anderen Krisenregionen der Welt kräftig
zu unterstützen - und dass Österreich mittel-/langfristig innerhalb
der EU-Länder wieder einen Spitzenplatz bei der
Entwicklungszusammenarbeit einnehmen wird.
SOS-Nothilfe in Ostafrika für 40.000 Menschen
SOS-Kinderdorf versorgt mit seinen Nothilfeprogrammen in Somalia,
Kenia und Äthiopien derzeit rund 40.000 Menschen, vorrangig Kinder
und alleinstehende Frauen mit Kindern sowie besonders bedürftige
Familien, mit Nahrung und Wasser und leistet auch medizinische Hilfe.
Sehr dramatische Lage in Mogadischu
Besonders schwierig ist die Situation in Mogadischu, wo nach dem
SOS-Kinderdorf auch die SOS-Klinik evakuiert werden musste, nachdem
sie bei heftigen Kämpfen zwischen Al Shaabab Verbänden und
Regierungstruppen ins Kreuzfeuer geraten war. Ein SOS-Mitarbeiter
wurde getötet, am Gebäude entstanden schwere Schäden. Wilhelm Huber,
Regionalleiter von SOS-Kinderdorf in Ostafrika, forderte am Montag
die Parteien auf, "alles zu tun, dass die Umgebung der
SOS-Kinderdorf-Einrichtungen nicht zur Kampfzone wird: Das Gebiet um
die SOS-Klinik darf nicht Niemandsland werden, allein im September
wurden hier 7.000 Patienten versorgt, davon 40 Prozent Kinder unter
fünf Jahren, viele lebensbedrohlich unterernährt". Die
SOS-Krankenstation im Flüchtlingscamp Badbado bei Mogadischu ist
bislang von den Ereignissen im Norden der Stadt nicht betroffen. Dort
wurden in einem Monat 6.000 Patienten versorgt.
Spendenkonto: PSK 1.566.000 (BLZ 60.000) "Ostafrika"
Online spenden: www.sos-kinderdorf.at
Rückfragehinweis:
Viktor Trager, SOS-Kinderdorf/Presse
Tel. 0676 88144 201; E-Mail: [email protected]
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