• 14.10.2011, 12:46:42
  • /
  • OTS0180 OTW0180

ÖH Uni Wien : "Remapping Palestine" - nur eine andere Sichtweise?

Kongress mit antisemitischem Beiklang findet im Albert-Schweitzer-Haus statt

Wien (OTS) - Vom 19.-21. Oktober findet im Wiener
Albert-Schweitzer-Haus in direkter Uni-Nähe der Kongress "Remapping
Palestine" statt. Der ÖH Uni Wien ist es ein Anliegen, auf die
Strittigkeit des Kongresses und insbesondere seiner
Veranstalter_innen hinzuweisen.

Der "Verein für antirassistische und friedenspolitische
Initiative/Dar al Janub" in Kooperation mit anderen Gruppierungen,
wie u.a. Pax Christi, hat den Kongress einberufen. Bereits in der
Vergangenheit wurde der Verein als offizielle Unterstützer_innen
antiisraelischer Demonstrationen bekannt. Eine Distanzierung von
antisemitischen Ausfällen ("Wach auf Hitler!") und tätlichen
Angriffen im Zuge einer Demonstration anlässlich der Erstürmung der
Mavi Marmara 2010 sind bis heute ausgeblieben.

Auch auf der Vereins-Homepage finden sich fragwürdige Stellungnahmen
zu "Friedensaktivist_innen (die) in die Situation gekommen seien, ihr
Leben zu opfern" und Ähnliches.
Unter den Referent_innen des Kongresses vertreten viele dezidiert
antizionistische Positionen. Einer von ihnen, Ilan Pappe, ist ein
umstrittener israelischer Historiker, der in seinem Buch "The etnic
cleansing of Palestine" jüdische Truppen von 1948 der Planung des
Einsatzes von Giftgas bezichtigt; eine andere Referentin, Annette
Groth, Mitglied der deutschen Partei "Die Linke", bezeichnete 2010
die islamistische Organisation IHH als "humanitäre Organisation für
Menschenrechte und Freiheit".

Es vermehren sich Hinweise, dieser Kongress könnte zur Verbreitung
eines antisemitischen und vehement einseitigen Geschichtsbildes
beitragen.
Die Österreichisch-israelische Gesellschaft protestiert gegen die
Veranstaltung und die Austrian Developement Agency hat sich ebenfalls
bereits distanziert. Vor diesem Hintergrund ruft die österreichische
Hochschüler_innenschaft an der Universität Wien das
Albert-Schweitzer-Haus und die Stadt Wien dazu auf, solchen
Organisationen weder ein Podium zu bieten noch finanzielle
Unterstützung zukommen zu lassen!

Rückfragehinweis:

ÖH Uni Wien - Referat für Öffentlichkeitsarbeit
   Tel.: 0699 172 82 787
   mailto:[email protected]
   http://www.oeh.univie.ac.at/
   
   Kathrin Glösel (0699/172 82 787)
   Jasmin Rückert
   Moritz Schwab

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OHW

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel