- 14.10.2011, 11:50:22
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Weniger Pflegegeldanträge - weniger Kosten?
Wien (OTS/IG Pflege) - Laut Sozialministerium haben heuer 4.000
AntragstellerInnen kein Pflegegeld zugesprochen bekommen, 10.000
AntragstellerInnen erhielten eine niedrigere Pflegegeldeinstufung.
Sparen an der falschen Stelle ist aber teurer als die rasche
Unterstützung von Pflegebedürftigen und pflegenden Angehörigen.
"Der Rückgang an Kosten für das Pflegegeld geht zu Lasten der
pflegenden Angehörigen", kommentiert Birgit Meinhard-Schiebel,
Präsidentin der Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger. Gerade
BezieherInnen der Pflegegeldstufen 1 und 2, die mit 54 % den größten
Anteil darstellen, werden fast ausschließlich zu Hause von ihren
Angehörigen gepflegt. Die Veränderungen der Voraussetzungen, um
Pflegegeld zu erhalten, hatten zur Folge, dass weniger Anträge
eingereicht wurden. Für die Präsidentin der Interessengemeinschaft
ist das eine Verlagerung des Problems in Richtung pflegender
Angehöriger.
"Pflegende Angehörige müssen gemeinsam mit den Pflegebedürftigen
weiterhin neben der psychischen und physischen Last auch die
finanzielle Last tragen", so Meinhard-Schiebel. "Auf Dauer rächen
sich die Einsparungen. Denn: Langzeitpflege macht auch pflegende
Angehörige krank."
Rückfragehinweis:
Birgit Meinhard-Schiebel Präsidentin der Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger E-mail: [email protected] Mobil: +43 664 831 74 08 www.ig-pflege.at
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