JUGENDVERTRETUNG: Freiwilliges Engagement darf nicht umsonst sein! Freiwilligengesetz jetzt! - BILD
In einer Aktion vor dem Parlament machten heute junge Freiwillige aus unterschiedlichen Organisationen auf die Schattenseiten ihres Engagements aufmerksam.
Wien (OTS) - Im auslaufenden europäischen Jahr der
Freiwilligentätigkeit betont die Bundesjugendvertretung (BJV), wie
viele junge Menschen sich Tag für Tag ehrenamtlich für die
Gesellschaft engagieren und wie wenig ihnen dabei von der Politik
zurückgegeben wird: "JedeR zweite Jugendliche engagiert sich
freiwillig. Es hat in diesem Jahr zwar immer wieder
Ehrungsveranstaltungen für Freiwillige gegeben, wo man sich brav auf
die Schultern geklopft hat, aber wir fragen uns, was von diesem Jahr
tatsächlich bleibt", so BJV-Vorsitzende Johanna Zauner.
Die BJV macht darauf aufmerksam, dass im Bereich des freiwilligen
Engagements dringender Handlungsbedarf für die Politik bestehe:
"Viele junge Freiwillige haben mit Problemen wie Streichung von
Beihilfen, Wegfall einer Versicherung oder Schwierigkeiten mit
Urlaubsansprüchen zu kämpfen. Immer wieder gibt es Konflikte, wie man
freiwilliges Engagement mit Job, Studium oder Lehre unter einen Hut
bringen kann. Hier sind endlich gesetzliche Rahmenbedingungen
gefordert", betont Zauner. Die BJV fordert noch vor Ablauf des
europäischen Freiwilligenjahres konkrete Schritte für ein
Freiwilligengesetz, das unter Einbeziehung der Betroffenen erarbeitet
wird.
Heutige Medienaktion mit jungen Freiwilligen Auf die Miseren in Bereich des freiwilligen Engagements machten heute Vormittag zahlreiche Freiwillige aus unterschiedlichen Organisationen vor dem Parlament aufmerksam: Sie formten am Boden liegend die Buchstaben des Wortes UMSONST nach, um den Umgang von Gesellschaft und Politik mit ihnen aufzuzeigen. Außerdem wurde die Forderung nach einem eigenen Freiwilligengesetz dargestellt. Eine genauere inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema bietet heute ab 13 Uhr die Enquete "UMSONST - UND SONST?", die die BJV gemeinsam mit Nationalratspräsidentin Barbara Prammer im Palais Epstein veranstaltet. Bei der Veranstaltung sollen unterschiedliche Aspekte des freiwilligen Engagements diskutiert sowie Best-Pratice-Modelle aus anderen Ländern vorgestellt. Die Ergebnisse werden in einem anschließenden Termin von der BJV an Jugendminister Reinhold Mitterlehner und Sozialminister Rudolf Hundstorfer übergeben.
Fotos von der heutigen Aktion stehen auf
www.jugendvertretung.at/pressefotos zum Download zur Verfügung.
Mag.a Nicole Pesendorfer
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0676/ 880 111 048
mailto: nicole.pesendorfer@jugendvertretung.at















