OTS0130   14. Okt. 2011, 11:30

Lebendiger Schriftzug für Freiwilligengesetz vor Parlament

Katholische Jungschar fordert: Österreich muss ein Land für Ehrenamtliche werden


Anlässlich des Europäischen Jahrs des Ehrenamtlichen
Engagements findet am Freitag eine parlamentarische Enquete unter der
Titel "Umsonst - und sonst" statt.

Neben den inhaltlichen Gesprächen im Parlament machte die
katholische Jungschar auch vor dem Hohen Haus auf die Problematik
aufmerksam. Gemeinsam mit anderen Organisationen der
Bundesjugendvertretung bildet sie einen lebendigen Schriftzug
"UMSONST". "Das Jahr der Freiwilligenarbeit soll nicht umsonst
gewesen sein", fordert Christina Schneider, Bundesvorsitzende der
Katholisch Jungschar Österreichs. "Es soll mehr übrigbleiben als
politische Lippenbekenntnisse". Österreich ist ein Land der
Freiwilligen und soll es auch bleiben. Freiwillig geleitete Arbeit
ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und wichtig für den sozialen
Zusammenhalt der Gesellschaft. Jede/r zweite Jugendliche engagiert
sich ehrenamtlich. Allein in der Katholischen Jungschar leisten rund
13.000 ehrenamtliche Gruppenleiter/innen durchschnittlich 4 bis 10
Stunden Arbeit pro Woche.

In einem Positionspapier stellt die Katholische Jungschar jene
Rahmenbedingungen vor, die Freiwilligenarbeit im Kinder- und
Jugendbereich nicht nur ermöglichen sondern fördern sollen.
Freiwillige sollen unfall- und haftpflichtversichert werden und eine
Anrechenbarkeit auf Pensionszeiten ermöglicht werden. Bei
Studierenden soll ehrenamtliches Engagement die Laufzeit von
Studienförderungen und Familienbeihilfe verlängern. Ebenso wichtig
sei eine funktionierende Infrastruktur sowie eine rasche
unbürokratische Erstattung von Sachkosten. Denn wer freiwillig etwas
für seine Mitmenschen leistet, soll nicht auch noch zusätzlich
finanziell belastet werden.

Schneider sieht im Ehrenamt eine Chance für junge Menschen sich
für den Beruf zu qualifizieren. "Die Katholische Jungschar ist ein
Lernfeld in dem sich junge Menschen entfalten und Kompetenzen
entwickeln." Eine angemessene finanzielle Unterstützung von
Fortbildungsmaßnahmen sei daher nicht zuletzt auch deswegen wichtig,
weil die Anforderungen für pädagogische Arbeit mit Kindern hoch sind.

Die Bundesjugendvertretung hofft in der parlamentarischen Enquete
die Politiker/innen von ihren Anliegen zu überzeugen. Noch vor Ablauf
des Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit soll im Nationalrat
ein eigenes Gesetz beschlossen werden, das die Rahmenbedingungen für
Freiwillige verbessert.

Fotos von der Aktion vor dem Parlament stehen in druckfähiger
Qualität unter www.jugendvertretung.at/pressefotos zum Download zur
Verfügung.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0130 2011-10-14 11:30 141130 Okt 11 KJS0001 0349



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robert.korec@kath.jungschar.at
www.jungschar.at

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