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Lebendiger Schriftzug für Freiwilligengesetz vor Parlament

Katholische Jungschar fordert: Österreich muss ein Land für Ehrenamtliche werden

Wien (OTS) - Anlässlich des Europäischen Jahrs des Ehrenamtlichen Engagements findet am Freitag eine parlamentarische Enquete unter der Titel "Umsonst - und sonst" statt.

Neben den inhaltlichen Gesprächen im Parlament machte die katholische Jungschar auch vor dem Hohen Haus auf die Problematik aufmerksam. Gemeinsam mit anderen Organisationen der Bundesjugendvertretung bildet sie einen lebendigen Schriftzug "UMSONST". "Das Jahr der Freiwilligenarbeit soll nicht umsonst gewesen sein", fordert Christina Schneider, Bundesvorsitzende der Katholisch Jungschar Österreichs. "Es soll mehr übrigbleiben als politische Lippenbekenntnisse". Österreich ist ein Land der Freiwilligen und soll es auch bleiben. Freiwillig geleitete Arbeit ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und wichtig für den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft. Jede/r zweite Jugendliche engagiert sich ehrenamtlich. Allein in der Katholischen Jungschar leisten rund 13.000 ehrenamtliche Gruppenleiter/innen durchschnittlich 4 bis 10 Stunden Arbeit pro Woche.

In einem Positionspapier stellt die Katholische Jungschar jene Rahmenbedingungen vor, die Freiwilligenarbeit im Kinder- und Jugendbereich nicht nur ermöglichen sondern fördern sollen. Freiwillige sollen unfall- und haftpflichtversichert werden und eine Anrechenbarkeit auf Pensionszeiten ermöglicht werden. Bei Studierenden soll ehrenamtliches Engagement die Laufzeit von Studienförderungen und Familienbeihilfe verlängern. Ebenso wichtig sei eine funktionierende Infrastruktur sowie eine rasche unbürokratische Erstattung von Sachkosten. Denn wer freiwillig etwas für seine Mitmenschen leistet, soll nicht auch noch zusätzlich finanziell belastet werden.

Schneider sieht im Ehrenamt eine Chance für junge Menschen sich für den Beruf zu qualifizieren. "Die Katholische Jungschar ist ein Lernfeld in dem sich junge Menschen entfalten und Kompetenzen entwickeln." Eine angemessene finanzielle Unterstützung von Fortbildungsmaßnahmen sei daher nicht zuletzt auch deswegen wichtig, weil die Anforderungen für pädagogische Arbeit mit Kindern hoch sind.

Die Bundesjugendvertretung hofft in der parlamentarischen Enquete die Politiker/innen von ihren Anliegen zu überzeugen. Noch vor Ablauf des Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit soll im Nationalrat ein eigenes Gesetz beschlossen werden, das die Rahmenbedingungen für Freiwillige verbessert.

Fotos von der Aktion vor dem Parlament stehen in druckfähiger Qualität unter www.jugendvertretung.at/pressefotos zum Download zur Verfügung.

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