• 14.10.2011, 09:56:42
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CARE zum Welternährungstag: Trotz Regen und internationaler Hilfe vorerst kein Ende der Hungerkrise in Ostafrika in Sicht

Kürzungen der österreichischen Entwicklungshilfe sollten dringend zurückgenommen werden

Wien/Nairobi (OTS) - Während sich Regenfälle und eine langsame
Entschärfung der Hungerkrise in Kenia und Äthiopien abzeichnen,
befürchtet CARE ein weiteres Ansteigen der Hungerzahlen in Somalia.
Anlässlich des Welternährungstages am 16. Oktober appelliert die
Hilfsorganisation an die Österreichische Bundesregierung, die
Kürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit zurückzunehmen, mehr
Mittel für langfristige Armuts- und Hungerbekämpfung bzw.
Klimawandelanpassungsprogramme zur Verfügung zu stellen und die
Dotierung des Auslandskatastrophenfonds zu erhöhen.

Auch wenn es am Welternährungstag in manchen Regionen am Horn von
Afrika regnen könnte und der Einsatz von Hilfsorganisationen wie CARE
auf Hochtouren läuft - noch immer ist kein Ende der aktuellen
Hungerkrise in Sicht, die bereits zehntausende Menschenleben gekostet
hat. Allein in Somalia benötigen ca. 4 Millionen Menschen humanitäre
Hilfe. An die 750.000 Somalis im Süden des Landes sind von extremer
Nahrungsmittelknappheit betroffen, die von der UNO schon vor drei
Monaten offiziell als "Hungersnot" anerkannt wurde. Die Situation
könnte sich in den nächsten Wochen noch weiter verschärfen,
insbesondere wenn die für Oktober und November erhofften Regenfälle
spärlich ausfallen und sich die Sicherheitslage nicht verbessert.

"Auch unter optimalen Voraussetzungen wird es lange dauern, bis
sich die landwirtschaftliche Produktion wieder erholt", so Emma
Naylor Ngugi, CARE Regional-Direktorin für Ost- und Zentralafrika.
"Viele Betroffenen haben aufgrund der Dürre einen Großteil ihrer
Herden verloren, von denen sie sonst leben. Sie werden Jahre
brauchen, um diesen Verlust auszugleichen."

Die CARE-Nothilfe hat bisher über 1,5 Millionen Menschen in
Äthiopien, Kenia und Somalia erreicht. U.a. verteilt CARE
Nahrungsmittel und Wasser und kümmert sich um die Notversorgung von
unter fünfjährigen Kindern.

Für CARE Österreich-Geschäftsführerin Andrea Wagner-Hager sind die
dramatischen Hungerzahlen in Afrika, aber auch humanitäre
Katastrophen in anderen Weltgegenden wie die Fluten in Pakistan und
Südostasien ein dringender Aufruf an die österreichische Politik, den
Auslandskatastrophenfonds massiv aufzustocken, die Kürzungen der
Entwicklungshilfe im Budget 2012 zurückzunehmen und mehr Mittel für
langfristige Armuts- und Hungerbekämpfung bzw.
Klimawandelanpassungsprogramme zur Verfügung zu stellen. "Die letzte
Woche endlich erfolgte Aufstockung der Soforthilfe für Ostafrika
durch die Bundesregierung ist ein Signal in die richtige Richtung,
das wir sehr begrüßen - aber es reicht nicht aus. Es ist nicht
hinzunehmen, dass im 21. Jahrhundert fast eine Milliarde Menschen
Hunger leidet. Wir haben das technische Wissen, um Hungersnöte zu
verhindern bzw. nach Katastrophen erfolgreich zu bekämpfen.
Schlussendlich sterben die Menschen am fehlenden politischen Willen
und an der Gleichgültigkeit der reichen Länder. Es ist eine Schande,
dass Österreich als eines der reichsten Länder der Welt gerade einmal
0,32% des Bruttonationaleinkommens für Entwicklungshilfe aufwendet,
während vergleichbare Länder wie Norwegen, Luxemburg und Schweden das
auch von Österreich versprochene 0,7 Prozent-Ziel längst erreicht
haben."

CARE-Spendenkonto: PSK 1.236.000, BLZ 60.000, Kennwort "Hungerhilfe";
Online-Spenden: www.care.at/spenden
bzw. Nachbar in Not, PSK 91 091 200, BLZ 60.000, Kennwort "Hunger in
Ostafrika"; Online Spenden: nachbarinnot.ORF.at

Rückfragehinweis:

CARE Österreich
   Mag. Angelika Gerstacker
   Referentin für Presse, Medien & Anwaltschaft
   Tel.: ++43 (0)1 7150715-52 bzw. 0664 88731425
   mailto:[email protected]
   www.care.at

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