- 13.10.2011, 17:49:34
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Wissenschafts- und Forschungsminister Karlheinz Töchterle im Wissenschaftsausschuss
Studienbeitragsmodell und Evaluierungsbericht zum IST Austria im Mittelpunkt
Wien (OTS) - In der heutigen Sitzung des Wissenschaftsausschusses
legte Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle
seine Überlegungen dar, welche Rahmenbedingungen die österreichischen
Hochschulen für ihre erfolgreiche Weiterentwicklung benötigen. Dazu
zählt auch ein modernes, sozial ausgerichtetes Studienbeitragsmodell.
Auf der Tagesordnung stand zudem der positive Evaluierungsbericht des
Institute of Science and Technology Austria (IST Austria).
Im Zuge der aktuellen Aussprache zum Thema "Rahmenbedingungen für
Österreichs Universitäten" berichtete der Bundesminister über das
Gesamtkonzept zur Weiterentwicklung der Hochschulen. Dazu zählen die
in Aussicht gestellte Hochschulmilliarde für die Jahre 2013 bis 2015,
der Hochschulplan und das von ihm präsentierte Studienbeitragsmodell.
Dieses sieht vor, dass die Universitäten selbst entscheiden können,
ob sie Studienbeiträge einheben. Dabei gilt eine Bandbreite bis zu
500 Euro pro Semester, wobei zahlreiche soziale Komponenten
vorgesehen
sind. "Denn kein junger Mensch soll aus sozialen Gründen am Studieren
gehindert werden", betonte der Minister.
Neben den im Studienbeitrags-Modell zusätzlich vorgesehenen sozialen
Maßnahmen wie etwa einem Sozialfonds für bedürftige Studierende gibt
es auch jetzt bereits umfassende Förderinstrumente. Im Rahmen der
Studienförderung steht seitens des BMWF ein jährliches Budget von
rund 180 Millionen Euro zur Verfügung. "Universitäten brauchen jene
Rahmenbedingungen, die es ihnen ermöglichen, sich qualitativ
weiterzuentwickeln, ihre Kapazitäten zu leben und zusätzliche
finanzielle Mittel zu lukrieren", so Dr. Karlheinz Töchterle.
Auf der Tagesordnung stand auch der Bericht des Bundesministers für
Wissenschaft und Forschung über die Evaluierung des Institute of
Science and Technology Austria (IST Austria). Ein international
hochrangig besetztes Komitee begutachtete die Arbeit des Instituts im
Jänner 2011. Unter den Mitgliedern befand sich unter anderem auch der
deutsche Biophysiker und Nobelpreisträger Erwin Neher, der ebenfalls
bei der heutigen Sitzung des Wissenschaftsausschusses anwesend war.
Die Expertinnen und Experten stellten dem IST Austria ein durchwegs
positives Zeugnis aus, mahnen jedoch eine entsprechende Absicherung
durch die Bundesregierung ein, da die Finanzierung derzeit nur bis
2016 absehbar sei. Das IST Austria habe es aus Sicht des Komitees
geschafft, als Schnittstelle für Computerwissenschaften, Neuro-,
Molekular- und Zellbiologie, zu einem außerordentlichen Ort für
interdisziplinäre naturwissenschaftliche Forschungsaktivitäten zu
werden. Das IST Austria sei dabei, neue Maßstäbe für die Forschung
wie auch für die Ausbildung auf nationalem und internationalem Niveau
zu setzen. Weiters ist das IST Austria gut positioniert und wird mit
außerordentlich durchdachten Leitprinzipien geführt, die von den
Gründungsmitgliedern entwickelt wurden. Der Evaluierungsbericht und
auch die im Ausschuss geladenen Experten bekräftigen somit einhellig,
dass das IST Austria eine neue Institution am Wege zur Exzellenz ist.
"Die Evaluierung des IST Austria bestätigt eindrucksvoll den Weg, den
Österreich hier eingeschlagen hat. Die Einrichtung ist ein wichtiger
Beitrag zur Forschungsexzellenz und erhöht zugleich die Attraktivität
für die Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen in
Österreich und somit für den gesamten Forschungsstandort in
Österreich", betonte Wissenschafts- und Forschungsminister Dr.
Karlheinz Töchterle.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung Minoritenplatz 5, 1014 Wien
Pressesprecher: Markus Gorfer
Tel.: +43 1 531 20 9027
mailto:[email protected]
www.bmwf.gv.at
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