• 13.10.2011, 13:50:37
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Gold für Startenor José Carreras

Am Vorabend seines Konzerts im Wiener Konzerthaus von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny mit der Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold ausgezeichnet

Wien (OTS) - "Einer der weltbesten und sympathischsten Tenöre der
Welt" wurde heute, Donnerstag, im Wiener Rathaus ausgezeichnet: José
Carreras erhielt von Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny die
Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold. Viele Gäste aus
Kultur und Politik sind gekommen, um diesem besonderen Ereignis
beizuwohnen, unter anderen Ioan Holender, Roland Geyer, Liebscher,
Jank, Dagmar Koller und Opernfan Herbert Prohaska.

José Carreras hat mit seiner Stimme Millionen Menschen auf der ganzen
Welt glücklich gemacht und berührt", so Wiens Kulturstadtrat Andreas
Mailath-Pokorny bei der Verleihung und hob dabei auch dessen
Verbundenheit zu Wien hervor. Seine Engagements in der Staatsoper, im
Musikverein und dem Konzerthaus, wie auch Christmas in Vienna seien
Beweis dafür. "Die Stadt Wien wird immer die ihre sein", betonte der
Stadtrat, ehe er noch auf den Fußballfan Carreras anspielte: Wenn man
von Barcelona komme, sei es nicht schwer Fußballfan zu sein. Wirklich
schwer sei es für einen Österreicher, da brauche man eine Portion
Leidensfähigkeit.

Staatsoperndirektor Dominique Meyer gab in seiner Laudatio einen
Überblick über die wichtigsten beruflichen Stationen Carreras und
würdigte auch besonders dessen soziales Engagement: In einer Welt, in
der Mauern errichtet werden, baue José Carreras Brücken und versuche,
die Welt besser zu machen.

Er habe so viele wundervolle Erinnerungen, Erfahrungen und Emotionen
mit Wien, sagte José Carreras erfreut und glücklich in seiner
Dankesrede. Er schulde dem Wiener Publikum für seine Emotionen und
Anteilnahme großen Respekt . Er werde Wien immer verbunden bleiben,
wenn nicht als Sänger, dann als Besucher.

Biographie Jose Carreras
José Carreras wurde 1946 in Barcelona geboren. Ursprünglich wollte er
Chemie studieren, wurde aber dann Gesangschüler von Jaime Francesco
Puig und Juan Roax in Barcelona. Bereits als zehnjähriger Knabe hatte
er in "Il retablo de Maese Pedro" von Manuel de Falla die Partie des
Trujaman gesungen. Sein offizielles Bühnendebüt feierte er 1970 am
Teatro Liceo von Barcelona als Flavio in Bellinis "Norma". 1971
gewann er den Verdi-Concours in Parma.
Seine Karriere wurde durch die berühmte spanische Sopranistin
Montserrat Caballé gefördert, nachdem er mit dieser in Barcelona in
Verdis "Nabucco" und in Donizettis "Lucrezia Borgia" aufgetreten war.
Sein Londoner Debüt gab Carreras 1971 als Leicester in Donizettis
"Maria Stuarda"; seit 1974 gab er regelmäßige Gastspiele am dortigen
Covent Garden Opera House. 1972 sang er an der New York City Centre
Opera; seit 1974 feierte er große Erfolge an der New Yorker
Metropolitan Opera, wo er als Cavaradossi in Puccinis "Tosca"
debütierte. Ab 1974 trat er häufig an der Mailänder Scala auf.
Carreras ist ständiger Gast an allen großen Opernhäusern der Welt.
An der Wiener Staatsoper sang Carreras seit 1974; 1983 hatte er hier
einen besonderen Erfolg als Kalaf in "Turandot" von Puccini.
Unvergessen bleiben seine Auftritte als Rudolfo in "La Bohème" oder
auch als Don José mit Agnes Baltsa in der Titelrolle in Bizets Oper
"Carmen". Ab 1976 sang Carreras auch bei den Salzburger Festspielen.
1987 erkrankte Carreras schwer an Leukämie. Nach seiner Genesung trat
er erstmals wieder 1988 in Barcelona bei einem Freiluftkonzert auf;
150 000 Menschen jubelten ihm zu. Im selben Jahr gründete er den
José-Carreras-Leukämie-Fonds, der die Leukämieforschung tatkräftig
unterstützt, sich um die Suche nach Spendern für
Rückenmarkstransplantationen kümmert, sich für eine Verbesserung der
Infrastruktur in den Spitälern einsetzt und in dessen Bereich er
selbst für karitative Zwecke wirbt.
Seit ihrem ersten gemeinsamen Auftritt in den Caracalla-Thermen in
Rom anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 1990 bildete Carreras
gemeinsam mit Plácido Domingo und Luciano Pavarotti "Die drei
Tenöre", die an Großveranstaltungsplätzen wie Stadien, Freiluftbühnen
oder Stätten mit historischem Ambiente auftraten und damit die
klassische Musik und insbesondere die Oper einem Millionenpublikum
näher brachten.
2002 zog sich Carreras von der Opernbühne zurück, seither absolviert
er ca. 50 Konzerte pro Jahr, viele davon auch als
Wohltätigkeitsveranstaltungen zugunsten des von ihm gegründeten
Leukämie-Fonds.

Rückfragehinweis:
Dr. Renate Rapf
Mediensprecherin StR. Dr. Andreas Mailath-Pokorny
Tel.: 4000-81175
mailto:[email protected]
www.wien.at

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