• 13.10.2011, 13:41:27
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Greenpeace: "Berlakovich erweist Umwelt mit E10 einen Bärendienst"

Einführung des Biotreibstoffs E10 treibt Regenwaldabholzung voran

Wien (OTS) - Die Umweltorganisation Greenpeace kritisiert die
geplante Einführung von Bioethanol E10. Der als umweltfreundlich
angepriesene Biotreibstoff stellt laut Greenpeace vielmehr eine
Belastung für die Umwelt dar. Die gesteigerte Nachfrage an Rohstoffen
führt gleichzeitig zu einem größeren Bedarf an Agrarland, treibt so
die Abholzung des Regenwalds voran und gefährdet damit den Lebensraum
zahlreicher vom Aussterben bedrohter Tierarten.

"Minister Berlakovich propagiert Bioethanol E10 immer noch unter dem
Deckmantel des Umweltschutzes. In der Praxis bewirkt eine Einführung
des Biosprits jedoch genau das Gegenteil und fördert die Abholzung
der letzten Urwälder, wie zum Beispiel jener in Südamerika", so
Greenpeace-Energiesprecher Jurrien Westerhof. Dass die
österreichische Regierung sich nun gegen strengere Regeln zur
Unterbindung dieser unerwünschten Effekte wehrt und stattdessen sogar
auf eine Erhöhung des Biokraftstoff-Anteils setzt, ist für Greenpeace
unverständlich.

Die Umweltschutzorganisation lehnt Biotreibstoffe nicht prinzipiell
ab, warnt jedoch vor einer Überschätzung der Möglichkeiten. "Solange
nicht geklärt ist, wie Biotreibstoffe ökologisch verträglich
eingesetzt werden können, ist eine Erhöhung der Beimischung Irrsinn",
so Westerhof. "Wir rufen Minister Berlakovich dazu auf, von der
E10-Einführung abzusehen. Stattdessen sollte er sich für einen
100-prozentigen Ökostrom-Antrieb bei Elektroautos einsetzen. Dazu
gibt es bisher nur Lippenbekenntnisse und das ist zu wenig."

Rückfragehinweis:
Dipl.-Ing. Jurrien Westerhof
Greenpeace-Energiesprecher
Tel.: +43 664 61 26 701
mailto: [email protected]

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