OTS0179   13. Okt. 2011, 12:42

Kärnten verschärft Vergabe von Wohnungen an Ausländer

LR Ragger: Gesetz ab 1. November in Kraft - Neues Landesgesetz bringt Verbesserungen auch für Jungfamilien


"Ausländer, welche eine geförderte Wohnung
mieten oder ins Eigentum übertragen wollen, müssen in Kärnten in
Hinkunft Deutschkenntnisse nachweisen. Das ist eine der neuen
Bestimmungen zum neuen Wohnbauförderungsgesetz, welches ab 1.
November in Kraft tritt", teilte heute, Donnerstag, Wohnbaureferent
LR Christian Ragger im Rahmen einer Pressekonferenz mit. Kärnten habe
diesbezüglich eine Vorreiterfunktion. In Oberösterreich sei Ähnliches
geplant und in Vorarlberg laufe ein Pilotprojekt. In Kärnten wird es
aber konkret als Gesetz verwirklicht.

"Deutschkenntnisse sind für eine erfolgreiche Integration und ein
friedliches Zusammenleben einfach unerlässlich. Das gilt sowohl für
noch neu Zuwandernde als auch für bereits Eingewanderte. Außerdem
erhöht das Beherrschen der deutschen Sprache die Chance auf ein gutes
Zusammenleben in einer Wohnanlage", betonte Ragger.
Die Regelung sieht wie folgt aus: Zum einen handelt es sich um EWR-
Bürger, zum anderen um Drittstaatsangehörige. Bei
Drittstaatsangehörigen wurde als weiteres Erfordernis festgelegt,
dass sie sich seit mindestens fünf Jahren ununterbrochen rechtmäßig
in Österreich aufhalten und über einfache Deutschkenntnisse verfügen
müssen.

Ausländer haben einfache Deutschkenntnisse (Erreichung des A2-
Niveaus) vorzuweisen. Mögliche Nachweise sind Kurszeugnisse nach
Integrationsvereinbarungsverordnung, anerkannte Sprachdiplome,
mindestens fünfjähriger Besuch einer Pflichtschule in Österreich,
wobei das Unterrichtsfach "Deutsch" positiv abgeschlossen sein muss,
Lehrabschlussprüfung gemäß dem Berufsausbildungsgesetz etc.

Wie Ragger ausführte, sei ein weiterer Schwerpunkt des
Wohnbauförderungsgesetzes Neu das Jungfamilienstartgeld. "Jungen
Beziehern von Wohnbeihilfen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren wird
ein Zuschlag von 50 Euro zur Wohnbeihilfe gewährt, wenn sie erstmals
eine eigene Wohnung mieten", erklärte Ragger. Diese Initiative
bringe eine massive Entlastung von Jungfamilien in Kärnten.
Im Hinblick auf das Wohnbauförderungsprogramm 2012/2013 und 2014
wurde bereits ein Entwurf ausgearbeitet. Ragger betonte, es sei
aufgrund der guten Haushaltsführung der Wohnbauabteilung gelungen,
zusätzliche Wohnbaumittel zu lukrieren, um eine gut ausgelegte und
gerechte Verteilung von Wohneinheiten für alle Gemeinden zu
realisieren.

"Das Wohnbauprogramm umfasst für die nächsten drei Jahre ungefähr
1.300 Wohneinheiten. Ein großer Schwerpunkt wird auf das betreubare
Wohnen gelegt. Im Vordergrund steht auch die Revitalisierung von
Gebäuden. Wir wollen das Leben in den Städten erhalten und einer
Zersiedelung entgegenwirken", so der Vorsitzende des
Wohnbauförderungsbeirates, LAbg. Harald Trettenbrein. Er verwies auf
das gestern präsentierte Vorzeigeprojekt am Kasernenareal in
Wolfsberg "Wohnpark Aichelburg".
(Schluss)

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0179 2011-10-13 12:42 131242 Okt 11 NKL0003 0385



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