• 13.10.2011, 12:40:22
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Terra Madre Austria 2011: Nach Slow Food Kriterien hergestellte Bio-Erdäpfel vorgestellt

Kooperation von Stadt Wien, Ja! Natürlich und Slow Food Wien

Wien (OTS) - Es ist soweit: Erstmals konnten nach Slow
Food-Kriterien hergestellte, rare Bio-Erdäpfelsorten in größeren
Mengen geerntet werden. Sie stammen aus einem der fruchtbarsten
Anbaugebiete Österreichs, dem Donauschwemmland Lobau. Und sie werden
nach den strengen Ja! Natürlich Bio-Richtlinien als auch dem Slow
Food Kodex angebaut.

Die seltenen Spezies haben vielfach einen besseren Geschmack,
liefern zwar weniger Ertrag als moderne Hochzuchtsorten, sind aber
dafür auch deutlich robuster. Kultiviert werden sie vom Biobauernhof
der Gemeinde Wien, der im Pflanzenschutz gänzlich auf Kupfer als
Pflanzenschutzmittel verzichtet. Zwei Jahre lang wurde Saatgut von
wertvollen Kartoffelsorten sorgfältig vermehrt, denn dieses ist sehr
schwer zu bekommen: Einige Hundert Kilo waren pro Sorte notwendig.

Anlässlich der Terra Madre Austria 2011 werden die seltenen
Erdäpfel nun erstmals einem größeren Publikum unter der Bio-Marke Ja!
Natürlich im Holzkisterl, auch in MERKUR Märkten, angeboten. "Unser
gemeinsames erfolgreiches Projekt zeigt, dass Bio-Lebensmittel, die
nach Slow Food Kriterien hergestellt werden, längst keine
Nischenprodukte mehr sein müssen, sondern sich bei breiten
KäuferInnenschichten steigender Beliebtheit erfreuen", sagt Barbara
van Melle, Chefin von Slow Food Wien. Die KundInnen werden heuer
folgende Ja! Natürlich Sortenraritäten mit klingenden Namen entdecken
können:

o Blue Salad
Die rund-ovale Knolle dieser Erdäpfel hat eine dunkelblaue Schale und
blauviolettes Fleisch. Die blaue Farbe bleibt auch nach dem Kochen
erhalten. Diese Sorte ist festkochend und eignet sich deshalb
hervorragend als Salat- und Beilagenerdäpfel.

o Ciclamen oder Pinki
Die Schale ist leuchtend rot, die Knolle gleichförmig oval-rund. Das
Fleisch ist hell und hat einen feinen Geschmack - ideal geeignet für
Püree und Erdäpfelteig.

o Highlander Burgundy Red
Diese Sorte kommt ursprünglich aus Schottland. Es ist ein mehliger
Erdäpfel mit rotem Fleisch. Die rote Farbe bleibt auch nach dem
Kochen erhalten. Sie eignet sich für alle Arten der Zubereitung.

Stadt Wien baut wieder seltene Sorten an

Durch die Industrialisierung der letzten Jahrzehnte waren die
schmackhaften und vitaminreichen alten Sorten von den Äckern
verschwunden. Nun aber kommen insgesamt rund 25 Tonnen an
verschiedenen wertvollen alten Erdäpfelsorten in Bio-Qualität wieder
in den Handel - eine Aktion, die von der Stadt Wien gemeinsam mit Ja!
Natürlich und Slow Food Wien umgesetzt wurde. "Doch nicht nur
aufgrund der hochgehaltenen Regionalität ist Wien Vorreiter bei der
Verbreitung des Slow Food-Gedankens", so Umweltstadträtin Ulli Sima.
"Mit dem erneuten Anbau leistet die Stadt Wien Pionierarbeit. Darüber
hinaus schützen wir dadurch auch die Artenvielfalt", so Sima.

Vielfalt und Fülle durch besondere Ja! Natürlich Erdäpfelraritäten

Seit Jahren forciert Ja! Natürlich - insbesondere gemeinsam mit
dem Verein Arche Noah - den Anbau von Gemüse-Raritäten. "Wir sind uns
unserer Verantwortung bewusst und engagieren uns für den Schutz und
den Erhalt der biologischen Vielfalt", erklärt Martina Hörmer,
Geschäftsführerin von Ja!Natürlich. "Inzwischen ernähren nur mehr 30
von 5.000 Nutzpflanzen die gesamte Menschheit. Alte Sorten können
aber nur dann nachhaltig bewahrt werden, wenn sie auch genutzt
werden. Nach dem Motto: Essen, was es zu retten gilt. Seit mehr als
sechs Jahren haben wir uns dem gemeinsam mit der Arche Noah
verschrieben. Wir unterstützen heute die Erhaltung und Vermehrung von
200 gefährdeten Sorten aus dem Arche Noah-Sortenarchiv. Wir freuen
uns, nun verstärkt mit der Stadt Wien und der Slow Food Bewegung Wien
zu kooperieren."

Ja! Natürlich heuer erstmals Kooperationspartner der "Schule des
Geschmacks" im Rahmen der Terra Madre

Ja! Natürlich ist bei der Terra Madre Austria heuer erstmals
Kooperationspartner bei der "Schule des Geschmacks". Dabei werden in
den Festräumlichkeiten des Rathauses regionale Spezialitäten unter
professioneller Anleitung und im Beisein der jeweiligen Produzenten
verkostet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erschmecken in der
Schule des Geschmacks vielfältige Aromen, vergleichen und erfahren
alles über Erzeugung und Verarbeitung. "Wichtig ist es, die Vielfalt
auch zum Konsumenten zu bringen, denn nur durch die Nutzung und
Bekanntheit der Sorten können diese erhalten werden", so Hörmer.

www.terramadre.at

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/pressebilder

Rückfragehinweis:

Marlene Auer
   Mediensprecherin
   Umweltstadträtin Mag. Ulli Sima 
   Tel.:   +43 1 4000 81359
   Mobil:   +43 664 46 11 638
   E-Mail:  [email protected]
   www.ullisima.at
   
   Mag. (FH) Karin Nakhai 
   Pressesprecherin und Leiterin Media Relations REWE International AG
   REWE International AG, Industriezentrum NÖ-Süd, Straße 3, Objekt 16, A-2355 Wiener Neudorf
   Tel.: +43 2236 600 5261, 
   E-Mail: [email protected] 
   
   Slow Food Wien:
   FJ PURKARTHOFER PR
   Jakob Purkarthofer, 
   Tel.: +43-664-4121491,
   E-Mail: [email protected]

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