- 13.10.2011, 11:12:51
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BMHS-Gewerkschaft: keine Empfehlung zur Unterzeichnung des Begehrens
Volksbegehren fordert Zerschlagung der BMHS
Wien (OTS) - Die Bundesleitung der BMHS-Gewerkschaft hat sich in
ihrer letzten Sitzung mit dem Thema Bildungsvolksbegehren befasst und
beschlossen, keine Empfehlung zur Unterzeichnung des Begehrens
abzugeben.
Sehr wohl identifizieren wir uns mit dem Großteil der
Forderungen, bedauern jedoch, dass durch das Forderungsprogramm in
zwei Fällen die Existenz bewährter Schularten in Frage gestellt wird.
So wird die Verlagerung der Ausbildung der
KindergartenpädagogInnen auf ein universitär-akademisches Niveau mit
der weiteren Konsequenz verlangt, dass die bewährte und auch
international anerkannte Ausbildung der KindergartenpädagogInnen von
den Lehranstalten für Kindergartenpädagogik an Hochschulen verlagert
wird. Diese Forderung führt zur Eliminierung der Bildungsanstalten
und kann von einer Gewerkschaft, die die Interessen der Lehrenden an
den Bildungsanstalten zu vertreten hat, nicht mitgetragen werden.
Weiters wird ein Bildungssystem gefordert, in dem die Trennung der
Kinder nach ihren Interessen und Begabungen erstmals am Ende der
Schulpflicht erfolgt. Das Ende der Schulpflicht absolvieren zirka
50.000 SchülerInnen an berufsbildenden mittleren und höheren Schulen
(mittlere berufsbildende Schulen: 19.000, höhere berufsbildende
Schulen: 31.000) und weitere 10.000 SchülerInnen in den ersten
Klassen der Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik. Diese
Forderung bedeutet die Zerschlagung der BMHS in der derzeit bekannten
Form und gefährdet massiv die national und international anerkannten
Abschlüsse unserer AbsolventInnen auf Diplomniveau.
Rückfragehinweis:
HR MMag. Jürgen Rainer
Vorsitzender der BMHS-Gewerkschaft
0664/4981430
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