- 13.10.2011, 10:55:28
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ÖAMTC zu Biosprit: Risiken, aber auch Chancen - noch zu viele Fragen offen
"Zu früh um zu polemisieren und das Thema abzuschreiben"
Wien (OTS) - Zum Thema Biosprit-Einführung sind in Österreich noch
viele Fragen offen. "Der ÖAMTC hat seine Forderungen zu Biosprit auf
den Tisch gelegt. Jetzt muss man der Politik einmal die Chance geben,
zu arbeiten und Lösungen anzubieten", sagt ÖAMTC-Generalsekretär
Oliver Schmerold. Beim Mobilitätsclub sieht man in der Erhöhung des
biogenen Anteils im Sprit neben den Risiken auch Chancen. So könnten
die Treibhausgasemissionen unmittelbar reduziert werden. Und auch die
längst überfällige ökologische Mineralölsteuer-Reform rückt wieder in
den Vordergrund. "Es ist jedenfalls zu früh um zu polemisieren und
das Thema abzuschreiben. Das könnte auch eine vergebene Chance für
Umwelt und Mobilität sein", stellt der ÖAMTC-Generalsekretär klar.
Die ÖAMTC-Forderungen zu E10:
* Für die Konsumenten darf es zu keiner Teuerung kommen. Der Club
fordert im Vorfeld der E10-Einführung eine längst überfällige
ökologische Mineralölsteuer-Reform. "Je bio, desto günstiger - das
ist die Vision des ÖAMTC", skizziert Schmerold. Der ÖAMTC schlägt
vor, zurück auf einen Basis-Steuersatz pro Spritsorte zu gehen und
den Bio-Anteil de facto steuerfrei zu stellen.
* Bevor zehn Prozent des biogenen Anteils in Benzin beigemischt
werden, müssen in Österreich verbindliche Angaben der Hersteller über
die Verträglichkeit der neuen Kraftstoffe vorliegen. Ohne Freigabe
durch alle Hersteller lehnt der ÖAMTC die Aufstockung der Beimengung
ab.
* Treten trotz Herstellerfreigaben aufgrund der Verwendung von
Kraftstoffen mit E10 Fahrzeugschäden auf, dürfen diese nicht dem
Konsumenten angelastet werden.
* Ab Einführung der höheren Beimischungssätze muss für mindestens
acht Jahre auch E5 (Super und Super Plus) als Bestandsschutz weiter
bestehen.
* Für Biokraftstoffe müssen von akkreditierten Stellen Nachweise
vorliegen, die die nachhaltige Produktion über den gesamten
Herstellungsprozess belegen. "Zertifizierungsstellen müssen nach
einem anerkannten System die Erfüllung der Anforderungen
kontrollieren", so der ÖAMTC-Generalsekretär abschließend.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Claudia Kesche
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at
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