Kontrolle ist gut, Controlling ist besser - 10 Schritte zur Hotelbudget-Erstellung für 2012
Controlling-Maßnahmen tragen enorm zum touristischen Unternehmenserfolg bei. Ihre konsequente Anwendung birgt auch für die Hotellerie noch vielfach unterschätzte Potentiale.
Linz (TP/OTS) - "Für langfristig erfolgreiches Unternehmertum sind
Bauchgefühle meist zu wenig. Konkrete Analysen, Zahlen und
Optimierungsschritte führen Betriebe am Markt an die Spitze und
entwickeln das Unternehmen weiter. Controlling heißt das
Schlüsselwort, das untrennbar mit der Geschäftsführung verbunden und
in professionellen Hotelbetrieben unverzichtbar ist", erklärt Mag.
(FH) Manuela Wiesinger, Consultant bei der con.os
tourismus.consulting gmbh mit Sitzen in Wien und Linz. Controlling
beschreibt einen Steuerungskreislauf auf Grundlage einer qualitativen
und quantitativen Ausgangsanalyse, gefolgt von Zieldefinitionen und
abteilungsbezogener Maßnahmenplanung. Wiesinger: "Kerninstrument ist
dabei die Planung betrieblicher Erträge und Aufwände auf Monatsbasis
im Rahmen eines Budgets. Langfristiger Nutzen sind die Sicherung des
Unternehmensfortbestandes und dessen Wertsteigerung."
10 Schritte zur Hotelbudget-Erstellung
Mag. (FH) Wiesinger definiert 10 Maßnahmen, die bei konsequenter
Umsetzung zu Verbesserungen in den Abläufen und Strukturen des
Betriebes führen, für mehr Transparenz sorgen und den Ertrag
steigern.
Schritt 1: Planung ersetzt Zufall
Viele erfolgsdeterminierende Abläufe im Hotelbetrieb basieren auf
Zufall. Eine proaktive Budgetplanung des bevorstehenden
Wirtschaftsjahres erlaubt die Beeinflussung von Erträgen und
Aufwänden noch bevor sie passieren.
Schritt 2: Die richtigen Strukturen schaffen
Das Referenz-Tool des Budgets - die monatliche, kurzfristige
Erfolgsrechnung - soll einer logischen, an das Geschäftsmodell des
Hotels angepassten Struktur und Gliederung der Ertrags- und
Aufwandsgruppen folgen.
Schritt 3: Das Rad nicht neu erfinden
Die Gruppierungslogik der kurzfristigen Erfolgsrechnung kann nun
auch für den Aufbau des Betriebsbudgets herangezogen, der spätere
Soll-Ist-Vergleich dadurch unkompliziert durchgeführt werden.
Schritt 4: Den Rechnungslegungsprozess überprüfen
Standards in der Rechnungslegung und Verbuchung sorgen für die
notwendige Abgrenzungsgenauigkeiten und periodenrichtige Zuweisungen
der Erträge und Aufwände in der Saldenliste bzw. kurzfristigen
Erfolgsrechnung. Ohne diese Voraussetzung geht die Aussagefähigkeit
des Controlling-System verloren.
Schritt 5: Den richtigen Detaillierungsgrad wählen
Das Budget 2012 sollte nach Monaten und nicht nur auf Saison- oder
Jahresbasis geplant werden. Auf diese Weise kann bei
Budgetabweichungen monatlich mit gezielten Maßnahmen in den einzelnen
Abteilungen gegen gesteuert und das Ende des Budgetzeitraumes nicht
erst abgewartet werden.
Schritt 6: Die Abteilungsleiter einbinden
Das Budget mit Leben und mit Verantwortungen füllen! Operatives
Arbeiten mit dem Zahlenkonstrukt "Budget" funktioniert über
Maßnahmen- und Kennzahlenvorgaben an Abteilungsleiter und die
Übertragung von Verantwortung zum Erreichen der Monatsziele.
Schritt 7: Über Soll-Ist-Vergleiche steuern
Monatlich werden bei einem Soll-Ist-Vergleich die Verkaufszahlen,
Erlöse und Aufwände mittels der Ist-Zahlen aus der Saldenliste
durchgesehen. So kann kontinuierlich überprüft werden, ob die
eingeschlagene Richtung stimmt.
Schritt 8: Den Kurs korrigieren
Liegen die verbuchten Ergebnisse hinter Plan ist professionelles
Handeln gefragt. Korrekturmaßnahmen, im Führungsteam beschlossen und
in den Abteilungen "exekutiert" tragen dazu bei, wieder auf Kurs zu
kommen.
Schritt 9: Das Budget aktualisieren
Ein Budget ist nicht in Stein gemeißelt. Im Laufe der
Budgetperiode können strukturelle Veränderungen einzelner Erlös- oder
Aufwandsbereiche auftreten. Diesen, dauerhaft abweichenden
Zahlungsströmen ist dann durch eine Budgetanpassung Rechnung zu
tragen. Dies entwickelt sich zu einem "lernenden" und mit laufendem
Zeitfortschritt stetig präziser werdenden Steuerungsinstrument.
Schritt 10: Branchen-Vergleiche nützen
Ein Plan- oder Vorjahresvergleich von Kennzahlen kann
aufschlussreich sein und Handlungsbedarf aufzeigen. Das Einbeziehen
von Benchmark-Werten zeigt jene betrieblichen Potential-Bereiche auf,
welche bisher vermeintlich schon hervorragend liefen. Der
Branchen-Vergleich gibt darüber Aufschluss.
Mag. (FH) Manuela Wiesinger: "Punktuelle und unregelmäßig
durchgeführte Controlling-Maßnahmen bringen leider nicht den
gewünschten Unternehmenserfolg. Nur wer immer am Ball bleibt, erkennt
negative Entwicklungen bereits im Entstehungsprozess und kann sofort
gegensteuern. Da kommt ein Bauchgefühl schon mal zu spät."
Detaillierte Empfehlungen zum Vorgehen bei der Unternehmensplanung
finden Sie auch im soeben von Mag. (FH) Manuela Wiesinger und Dr.
Martin Schumacher in der zweiten Auflage veröffentlichen Fachbuch
"Finanzmanagement im Tourismus", publiziert im renommierten Linde
Verlag.
Alle aktuellen Pressemeldungen auch unter http://www.pressetexter.at
Vorherige Aussendung
EANS-News: SE Swiss Estates AG / Beilegung Rechtsstreit
SE Swiss Estates AG | 13. Okt. 2011, 07:55
con.os tourismus.consulting gmbh
Hietzinger Hauptstraße 45/1
A-1130 Wien
Tel.: +43 (0)1 306 06 06 Fax: DW 10
c.hofbauer@conos.co.at
http://www.conos.co.at

















