- 12.10.2011, 13:17:58
- /
- OTS0199 OTW0199
Optimales "WienTaxi" bei Wiener Tourismuskonferenz präsentiert
Wien (OTS) - Seit Jahren setzt sich der WienTourismus hinter den
Kulissen massiv für Verbesserungen der Qualität des Taxiwesens in
Wien ein - Erfolg null. Jetzt ging er an die Öffentlichkeit und
präsentierte bei der Wiener Tourismuskonferenz 2011 "Ein Taxi, so
schön wie die Stadt, in der es fährt" und gleichzeitig die Ergebnisse
einer "Mystery Guest"-Studie, mit der er bei 131 Taxifahrten Qualität
und Service strukturiert untersuchen ließ. Das Resultat bestätigt
vollinhaltlich den ADAC-Test, der kürzlich für Aufregung sorgte, weil
Wien darin unter 22 europäischen Städten weit abgeschlagen auf Platz
18 landete.
"Das schlechte Abschneiden Wiens im ADAC-Test ist bedauerlich, aber
nicht überraschend," konstatierte Tourismusdirektor Norbert Kettner,
"und es wurde gerade zum richtigen Zeitpunkt bekannt, denn weil die
Taxi-Qualität ein wichtiger Punkt im Tourismuskonzept Wien 2015 ist,
unsere Bemühungen bei der Taxi-Innung aber seit Jahren völlig ins
Leere laufen, haben auch wir eine Studie beauftragt. Deren soeben
ausgewerteten Ergebnisse bestätigen jene des ADAC vollinhaltlich.
Doch wir wollen unsere heurige Tourismuskonferenz dazu nutzen, einen
positiven Akzent zu setzen, der Anstoß zu einem Neubeginn sein soll:
mit der Präsentation eines Taxis, das einer Weltstadt und
Tourismusmetropole entspricht, und mit den entsprechenden
Anforderungen an Fahrerinnen und Fahrer."
Dazu ließ der WienTourismus am Vorplatz des Musikvereins, in dem die
Wiener Tourismuskonferenz 2011 stattfand, unter dem Motto "Ein Taxi,
so schön, wie die Stadt, in der es fährt" zwei als "WienTaxi"
gebrandete Mercedes-Limousinen auffahren sowie entsprechend
gekleidetes Fahrpersonal, das Flugblätter verteilte, in denen
eigentlich selbstverständliche Anforderungen an Service und
Qualifikation von Taxi-FahrerInnen unmissverständlich aufgelistet
waren: gepflegte Autos, gepflegte und höfliche FahrerInnen,
zuverlässige Kreditkartenterminals sowie die Zweisprachigkeit und
Ortskundigkeit des Fahrpersonals, was bei einer Tourismusmetropole
wohl ebenfalls erwartet werden darf. "Eine einheitliche Optik," so
Kettner "sollte dafür sorgen, dass nicht nur Gäste sondern auch
Einheimische die Taxis im Stadtverkehr von Weitem erkennen und sich
auch darauf verlassen können, dass diese Autos und deren Fahrerinnen
und Fahrer Top-Qualität und -Services bieten."
Im Test: ein Viertel der Fahrten mangelhaft
Im Rahmen der vom Marktforschungsinstitut Manova durchgeführten
Studie wurden 131 Testfahrten im Juli und August 2011 durchgeführt.
Die 22 TesterInnen sprachen teils deutsch, teils englisch und alle
konnten internationale Taxi-Erfahrung vorweisen. Mal leger gekleidet,
mal im Business-Outfit, prüften sie Erscheinungsbild, Auftreten,
Sprach- und Ortskenntnisse der LenkerInnen sowie den Zustand der
Autos, aber auch Serviceleistungen vom Rufen des Taxis bis zur
Bezahlung. Trauriges Resümee: Ein knappes Viertel (23 Prozent) aller
Fahrten waren zu beanstanden. Bei den Autos betraf dies vor allem
deren veraltetes Erscheinungsbild (30 Prozent), mangelnde Ordnung und
Reinlichkeit im Innenraum (22 Prozent) und unangenehmen Geruch (17
Prozent). Trotz Testzeitraums im Hochsommer waren mehr als die Hälfte
(58 Prozent) nicht klimatisiert, und beinahe ein Drittel der Fahrten
(32 Prozent) konnte nicht mit Kreditkarte bezahlt werden.
Als Hauptproblem bei den FahrerInnen erwiesen sich die
Englischkenntnisse, die bei fast jeder zweiten Fahrt (47 Prozent)
mangelhaft waren - in etlichen Fällen war es nicht einmal möglich,
sich über das Fahrziel auszutauschen. Ansonsten variierte die
Spannbreite der erlebten Qualität stark. Es ist eine Minderheit, die
unangenehm auffällt, dies dafür aber deutlich, und die so den
Gesamteindruck ins Negative zieht: Probleme verursachen etwa
unzureichende Körperhygiene (12 Prozent), unpassende Kleidung (11
Prozent), Telefonieren während der Fahrt (12 Prozent) - vielfach ohne
Freisprechanlage, unangenehmer Fahrstil (9 Prozent) und Übertreten
der Verkehrsregeln (10 Prozent). Zudem war bei mehr als jeder zehnten
Fahrt (12 Prozent) die Route unbekannt oder es wurde eine falsche
gefahren.
Reform von A bis Z gefordert: von der Ausbildung der Fahrer bis zum
Zustand der Autos
Kettner bemerkte dazu zusammenfassend: "Es geht hier nicht darum,
eine ganze Branche anzugreifen, denn die meisten der mehr als 4.000
Wiener Taxis und deren Fahrerinnen und Fahrer sind, wie die
Untersuchung bestätigt, ja in Ordnung. Aber genau jenes Viertel, wo
es Mängel gibt, schädigt den Ruf des gesamten Wiener Taxiwesens, und
damit auch das Image unserer Destination. Die Innung geht von
insgesamt rund 10 Millionen Taxifahrten pro Jahr in Wien aus,
dementsprechend wären also 2,5 Millionen Fahrten zu beanstanden. -
Das sollte doch zu denken und vor allem zu handeln geben. Gerade im
Dienstleistungssektor sind 25 Prozent Mangelleistung ein enorm hoher
Wert. Es kann auch weder im Sinne der Berufsgruppe noch in dem der
vielen Taxi-Lenkerinnen und -lenker sein, die guten Service und
ordentliche Wägen bieten, dass ihr Berufsstand von einigen Wenigen
verunglimpft wird. Eine Reform an Haupt und Gliedern ist das Gebot
der Stunde: von A wie Ausbildung des Fahrpersonals bis Z wie Zustand
der Autos. Ein intelligentes System der permanenten Kontrolle sollte
als Sofortmaßnahme eingeführt werden. Es freut mich zu hören, dass
man in der Wirtschaftskammer Mystery-Tests überlegt - diese könnten
gleich ein solches Kontrollinstrument abgeben. Zur Erhebung des
Ist-Zustandes, der eine Gefährdung des Tourismus- und
Kongressstandortes Wien ist, sind sie nicht mehr erforderlich, dies
hat unsere Studie, die wir gerne zur Verfügung stellen, bereits
geleistet, ebenso wie der ADAC-Test."
o Pressebild: www.wien.gv.at/gallery2/rk/run.php?g2_itemId=13373
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.gv.at/rk/
Vera Schweder
WienTourismus
Telefon: 01 211 14-110
E-Mail: [email protected]
Mag. Walter Straßer
WienTourismus
Telefon: 01 211 14 111
E-Mail: [email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRK






