• 12.10.2011, 11:35:59
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Unfälle und Verletzungen bei Kindern: Ärzte besprechen moderne Behandlungsstandards

Bei dem am 12. Oktober in Wien beginnenden "EPOS-EFORT"-Ausbildungskongress für Ärzte steht die Behandlung von Verletzungen bei Kindern im Vordergrund.

Wien (OTS) - Drei Tage lang steht diese Woche im Orthopädischen
Spital Speising (einem Krankenhaus der Vinzenz Gruppe) die
Kindertraumatologie im Mittelpunkt des Geschehens: 150 Orthopäden und
Unfallchirurgen aus aller Welt - unter anderem aus den EU-Ländern,
der Türkei, dem Irak, Ägypten und Sudan - diskutieren im Rahmen eines
Ausbildungskongresses neue Standards in der Behandlung von
Knochenverletzungen und -brüchen bei Kindern.

70 Millionen Unfallversorgungen pro Jahr

Der Hintergrund: Kinder sind von Verletzungen durch Unfälle in
besonderem Ausmaß betroffen: Jedes Jahr werden in Europa - laut der
Weltgesundheitsorganisation WHO - 70 Millionen Kinder und Jugendliche
unter 20 Jahren an einer Unfallaufnahme in einem Krankenhaus
vorstellig. Ganz vorne liegen in den Statistiken Verletzungen durch
Unfälle im Straßenverkehr sowie diverse Stürze: Bei Kleinkindern vom
Wickeltisch, bei größeren Kindern etwa am Spielplatz oder von
Fahrrädern. Noch dramatischer: Pro Tag sterben in Europa 115 Kinder
an den Folgen von Unfallverletzungen.

Univ.-Prof. Dr. Franz Grill, Ärztlicher Direktor des
Orthopädischen Spitals Speising und Gastgeber des gerade anlaufenden
Ausbildungskongresses: "An diesem Expertentreffen debattieren die
Fachleute über eine verbesserte Versorgung von Kindern nach Unfällen.
Das Problem ist, dass Kinder nicht genau so wie Erwachsene behandelt
werden können, weil sich ihr Skelett und das Muskelgewebe im Wachstum
befindet. Da muss man einen anderen Zugang wählen. Als Beispiel sei
erwähnt, dass operative Eingriffe bei Knochenbrüchen, zum Beispiel
die Fixierung der gebrochenen Teile mit Platten und Schrauben, bei
Kindern ungeeignet ist. Das heilt bei Kindern oft selbständig."

Fuß- und Hüfterkrankungen

Der am Mittwoch beginnende Weiterbildungskurs wird von der
europäischen Orthopädie- und Traumatologie-Vereinigung EPOS-EFORT*
veranstaltet.

Der dänische Orthopäde und EPOS-Ausbildunsgleiter Prof. Bjarne
Möller-Madsen über die weiteren Schwerpunkte der Veranstaltung: "Wir
fokussieren uns auch auf die häufigsten Probleme bei Kindern -
nämlich Fuß- und Hüftprobleme. Und wir werden diskutieren, wie
wichtig bildgebende Verfahren sind - neben Röntgen auch MR- und
Ultraschall-Untersuchungen".

"Es ist eine besondere Ehre, dass der
EPOS-EFORT-Kindertraumatologie-Kurs bei uns in Speising
stattfindet!", sagt Gastgeber Grill, "vor allem: es ist kein
einzelner Kurs, sondern eine europäische Ausbildungsreihe, die sich
auch im nächsten Jahr fortsetzen wird. Darauf sind wir stolz". Auch
für die Stadt Wien, die als eine der wichtigsten Kongressstädte
Europas gilt, bedeutet der EPOS-EFORT-Kurs ein großes Renommée - und
entsprechende Tourismuseinnahmen.

*EPOS steht für European Paediatric Orthopaedic Society
EFORT ist die Abkürzung für European Federation of National
Associations of Orthopaedics and Traumatology"

Siehe auch www.efort.org

Rückfragehinweis:
Orthopädisches Spital Speising GmbH
Pressestelle
Tel.: ++43 1/ 80 182 - 1205
mailto:[email protected]

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