• 12.10.2011, 11:30:47
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"Privatsender-Heuriger": Fast 200 Gäste feierten mit

Wien (OTS) - Der Verband Österreichischer Privatsender lud zum
Privatsender-Heurigen, und fast 200 Gäste aus dem In- und Ausland
folgten der Einladung. In ihren Begrüßungsworten wiesen die beiden
VÖP-Vorstandsvorsitzenden Klaus Schweighofer (Styria Media Group) und
Markus Breitenecker (PULS 4) auf die Erfolge hin, die die
Privatsender in den letzten Jahren erreicht haben.

So hat sich eine differenzierte und vielfältige Senderlandschaft
entwickelt, die von den Österreichern sehr gut angenommen wird, wie
Markus Breitenecker darstellte: Täglich hören etwa 2 Millionen
Menschen mindestens eines der österreichischen Privatradios, und 3,4
Millionen schalten jeden Tag zumindest einen der privaten TV-Sender
ein. Zudem haben Österreichs Privatsender mindestens 1.500 direkte
und noch einmal so viele indirekte Arbeitsplätze geschaffen.

Kritische Anmerkungen hatte Klaus Schweighofer für die anhaltende
Wettbewerbsverzerrung, die die positive Entwicklung des
Rundfunkmarkts behindert. So stehen dem ORF aufgrund der
Gebührenfinanzierung von fast 600 Millionen Euro pro Jahr insgesamt
etwa drei Mal so viel Finanzmittel zur Verfügung wie allen
Privatsendern zusammen. Die Situation wird noch verschärft durch die
kommerzielle Programmgestaltung des ORF und die im Vergleich zu den
Privatsendern faktisch kaum beschränkten Vermarktungsmöglichkeiten
des ORF.

Klaus Schweighofer hob hervor, dass der ORF in erster Linie den
österreichischen Sehern und Hörern verpflichtet ist. Die
Rundfunkgebühren könnten nur durch die Erfüllung des Programmauftrags
legitimiert werden. Doch diese verdient ein "nicht genügend", wie
Schweighofer betonte. Der ORF richtet sich zunehmend an der
Werbewirtschaft aus, indem er eine Strategie der Quotenmaximierung
wählt, die mit dem öffentlich-rechtlichen Auftrag häufig in einem
Zielkonflikt steht.

Die Lösung ist nach Ansicht des VÖP einfach: eine schrittweise
Reduktion der Vermarktungsmöglichkeiten des ORF bis hin zur
Werbefreiheit. Nur so kann die Abhängigkeit von der Werbewirtschaft
reduziert und der ORF auf seinen gesetzlichen Auftrag fokussiert
werden. Dies entspricht auch dem Trend in ganz Europa, wo wie
Werbefinanzierung von öffentlich-rechtlichen Sendern ein klares
Auslaufmodell ist. Für Klaus Schweighofer ist es schwer vorstellbar,
dass Österreich in dieser Thematik als "Geisterfahrer in Europa"
agiere.

Zusammen mit der Geschäftsführerin des VÖP, Corinna Drumm,
begrüßten die beiden Vorsitzenden unter anderem Bundesministerin Dr.
Beatrix Karl, Bundesminister Alois Stöger, Bundesminister Prof. Dr.
Karlheinz Töchterle, ÖVP-Klubchef Karlheinz Kopf,
SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Mag. Laura Rudas, Grünen-Bundessprecherin
Dr. Eva Glawischnig-Piesczek, ORF-Finanzchef Mag. Richard Grasl,
VÖZ-Geschäftsführer Mag. Gerald Grünberger, sowie viele bekannte
TV-Gesichter und Radio-Stimmen der Privatsender und deren Manager.

Fotos vom Privatsender-Heurigen finden sich unter
http://www.ots.at/redirect/voep

Rückfragehinweis:
Corinna Drumm, VÖP-Geschäftsführung
Tel. 01 / 51633-3166, [email protected]

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