• 12.10.2011, 11:30:33
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Hypo-Affäre: Versuchte Interventionen, um Ermittlungen zu vereiteln.

Ex-Vorstand packt vor Ermittlern über Interventionswünsche aus.

Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin NEWS veröffentlicht in seiner
am Donnerstag erscheinenden Ausgabe die Einvernahme des früheren
Hypo-Vorstandes Siegfried Grigg zum Versuch, über politische
Intervention die Ermittlungen zu den von der Hypo begebenen
Vorzugsaktien zu verhindern.

Konkret, so Grigg, sei der frühere Hypo-Manager Josef Kircher an
ihn herangetreten. Grigg solle mit dem Chef der Grazer
Wechselseitigen, Othmar Ederer, reden, damit dieser beim damaligen
VP-Finanzminister Josef Pröll interveniere, um Ermittlungen zu
Nebenabsprachen bei den Vorzugsaktien zu verhindern.

Später sei auch der frühere Hypo-Investor Tilo Berlin mit einem
gleichartigen Interventionswunsch vorstellig geworden. GraWe-Chef
Othmar Ederer habe den Sachverhalt schließlich dem Vorstand der
Finanzmarktaufsicht, Helmut Ettl, mitgeteilt.

Bei den Hypo-Vorzugsaktien gab es Nebenabsprachen, die dazu
führten, dass die Einnahmen aus den Vorzugsaktien nicht als
Eigenmittel der Hypo dargestellt hätten werden dürfen. Da dies
trotzdem gestehen ist, liegt der Verdacht der Bilanzfälschung vor.
Trotz der klaren Faktenlage hat sich die Staatsanwaltschaft
Klagenfurt bezeichnenderweise bisher zu keiner Anklage durchringen
können, was Vermutungen über politische Interventionen aufkommen
ließ. Durch Griggs protokollierte Aussage werden diese Vorwürfe
massiv untermauert.

Rückfragehinweis:
NEWS
Chefreporter Kurt Kuch
Tel.: 01/21312-1143

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