- 11.10.2011, 15:52:30
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Interesse an Mathematik und Naturwissenschaften früh wecken
Mathematik-Experte Taschner an der PH Vorarlberg zum Thema PISA-Vorbereitung
Feldkirch (OTS/VLK) - Der Wissenschaftler des Jahres 2004,
Universitätsprofessor Rudolf Taschner, war heute, Dienstag, zu Gast
an der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg. Ziel seines Besuches war
es, den Lehrerinnen und Lehrern sowie Interessierten effiziente Wege
vorzustellen, wie Kinder und Jugendliche für Mathematik und
Naturwissenschaften zu begeistern sind. Zentrales Thema war dabei die
Vorbereitung auf PISA 2012.
"Österreich zeigt was es kann" ist der Titel der
Veranstaltungsreihe, in der der weithin bekannte Mathematiker
Taschner zeigen will, wie die Schülerinnen und Schüler auch in den
PISA-Mathematik-Tests durch gezielte Vorbereitung gut abschneiden
können. Der Schlüssel dazu sei ein Lernen und Lehren, das die
mathematischen Grundkompetenzen sichert. Nachhaltigkeit und
Lebensvorbereitung sind die Prinzipien des kompetenzorientierten
Unterrichts, der die Vorbereitung auf PISA mit den ab 2012
überprüften Bildungsstandards und der ab dem Schuljahr 2013/14
geltenden neuen Reifeprüfung verknüpft, die auf ähnlichen
Anforderungen basieren. Der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg ist
es ein zentrales Anliegen dieses Bewusstsein in der
Lehrerfortbildung zu stärken.
Die Bildungserfahrungen in den frühen Lernjahren bilden die
Grundlage für das ganze Leben. Ab dem Kindergarten steht die
altersgerechte Beschäftigung mit naturwissenschaftlichen Themen wie
Abschätzen, Abwägen und Messen im Mittelpunkt. Landesrat Siegi Stemer
betonte: "Es ist das Um und Auf, das naturwissenschaftliche und
mathematische Interesse bei Kindern und Jugendlichen schon im
vorschulischen Bereich zu wecken."
Die naturwissenschaftliche und mathematische Förderung wird in
Vorarlberg vorangetrieben. So wurde beispielsweise gemeinsam mit der
Wirtschaftskammer eine Forschermappe für alle Kindergärten und eine
Forscherbox für alle Volksschulen des Landes erarbeitet. "Neben Lesen
und Schreiben gehören Rechnen, Forschen und Experimentierfreude zu
den Schlüsselqualifikationen im Leben", so Stemer zur Bedeutung
dieser Materialien, die auf spielerische Art und Weise die
Begeisterung und das Interesse am Forschen und Experimentieren
fördern.
Im höheren Schulbereich wird durch das IMST-Projekt zur
Weiterentwicklung des Mathematik-, Naturwissenschafts- und
Informatikunterrichts langfristig und nachhaltig dem Fachkräftemangel
und dem zunehmenden Desinteresse an Mathematik und
Naturwissenschaften entgegengewirkt. Die Lern- und Leistungsfreude
wird durch fächerübergreifende Jahresprojekte - z.B. 2010/11: Wetter,
Luft, Klima - gesteigert.
Über 10.000 Vorarlberger Schülerinnen und Schüler von der 3. bis
zur 13. Schulstufe beteiligen sich jährlich an den Wettbewerben
"Känguru der Mathematik" und "Mathematik Miniolymiade". Die jungen
Talente zeigen ihr Interesse am Rechnen, logischen Denken und Spaß an
der Mathematik immer wieder aufs Neue und erbringen beachtliche
Leistungen, auch im internationalen Vergleich.
Rückfragehinweis:
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