• 10.10.2011, 20:23:08
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Wer das Geld gibt, bestimmt die Regeln (von Ralf Mosser)

Ausgabe 11. Okt. 2011

Klagenfurt (OTS) - Seit dem Treffen von Angela Merkel und Nicolas
Sarkozy ist es amtlich: Die EU-Staaten werden ein weiteres Mal viel
Geld in die Hand nehmen müssen, um einige ihrer Banken vor dem Ruin
zu bewahren. Geld, für das letztendlich die Steuerzahler aufkommen
müssen. Die Krot schmeckt nicht, aber sie muss geschluckt werden,
weil sonst das Finanzsystem wie ein Kartenhaus zusammenfallen und die
Realwirtschaft mit in den Abgrund reißen würde. An der Bankenrettung
führt deshalb kein Weg vorbei. Es sollte aber auch kein Weg daran
vorbeiführen, dass die Banken in Zukunft an die Kandarre genommen
werden. Heißt: Sie müssen ihre Eigenkapitalquoten erhöhen, sich auf
ihre eigentliche Funktion - Dienstleister der Wirtschaft zu sein -
konzentrieren und sich vom Casino-Kapitalismus verabschieden. Wenn
die europäischen Politiker die Zügel wieder in die Hand bekommen
wollen, müssen sie darauf bestehen. Die Chance auf Erfolg war selten
so groß, denn, wie heißt es so schön: Wer das Geld gibt, bestimmt die
Regeln.

Rückfragehinweis:
Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/512000-502
mailto:[email protected]

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