- 10.10.2011, 12:16:52
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Pensionistenverband Österreichs startet Kampagne: "Teuerung bekämpfen!"
PVÖ-Blecha/Glatz: Senioren besonders von Preissteigerungen betroffen - Preise des "Miniwarenkorbs" seit letztem Jahr um 6,9 Prozent gestiegen
Wien (OTS/SK) - Menschen mit kleinem Einkommen und somit besonders
Pensionistinnen und Pensionisten sind stark von der Teuerung
betroffen. Das betonten Karl Blecha, Präsident des
Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ), der größten und stärksten
Seniorenorganisation des Landes, und Harald Glatz, der neue
Konsumentenschutzsprecher des PVÖ, heute, Montag, in einer
gemeinsamen Pressekonferenz anlässlich des Starts der Kampagne
"Teuerung bekämpfen!". Die konkreten Forderungen des PVÖ sind:
Drastische und rasche Preiskontrollen, Kampf den hohen
Energiepreisen, Maßnahmen gegen Spekulationen, ein Ende des
Wildwuchses bei den Bankspesen, besser lesbare Preisangaben und
Produktinformationen in den Supermärkten und Maßnahmen gegen
unseriöse Geschäfte wie Kaffeefahrten und Gewinnspielversprechen.
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Die Preise des sogenannten "Miniwarenkorbes" (dabei handelt es sich
um Dinge des täglichen Gebrauchs), sind im Vergleich zum Vorjahr um
6,9 Prozent gestiegen und liegen damit deutlich über dem
Verbraucherpreisindex. "Dabei handelt es sich um keinen einmaligen
Ausrutscher, sondern die Preissteigerungen für Mieten, für Milch,
Strom etc. liegen immer deutlich über dem Verbraucherpreisindex. Der
Miniwarenkorb spiegelt daher die tatsächliche Belastung wider und
diese enormen Mehrkosten belasten vor allem Menschen mit niedrigen
Einkommen", betonte der PVÖ-Präsident.
Weiters sei es auffällig und nicht nachzuvollziehen, warum die Preise
in Österreich deutlich stärker steigen als im Rest Europas: "Gleiche
Markenartikel sind in Österreich teilweise doppelt so teuer wie in
Deutschland oder Italien. Hier braucht es ein Preis- und
Wettbewerbsmonitoring und diesbezüglich ist wiederum der
Wirtschaftsminister gefordert", kritisierte Blecha. "All dies und
noch mehr hat uns dazu bewogen, dass der PVÖ jetzt die Kampagne
'Teuerung bekämpfen!' im Sinne aller Betroffenen gestartet hat",
betont der PVÖ-Präsident.
Harald Glatz bekräftigte, dass Spekulationen maßgeblich zu den
Preissteigerungen beitragen würden und begrüßte, dass sich die
österreichische Bundesregierung hier auf europäischer und
internationaler Ebene für konkrete Maßnahmen wie die
Finanztransaktionssteuer einsetzt. Weiters brauche es Maßnahmen, um
den steigenden Preisen und dem Ungleichgewicht zwischen Österreich
und anderen europäischen Staaten auf den Grund zu gehen. "Hier muss
es ein permanentes Preis- und Wettbewerbsmonitoring geben, um die
Ursachen des 'Österreichfaktors' bei den Preisen zu ermitteln", so
Glatz.
Ältere Menschen kämpfen, so Glatz, im Alltag häufig mit den gleichen
Problemen wie andere Bevölkerungsgruppen wie beispielsweise
verwirrenden oder schlecht lesbaren Produktkennzeichnungen oder
steigenden Preisen. Es gebe aber auch Schwierigkeiten, mit denen
Senioren ganz besonders zu kämpfen haben. Als eines von zahlreichen
Beispielen nannte Glatz dubiose Gewinnversprechen und Kaffeefahrten
mit betrügerischen Absichten seitens der Veranstalter. "Hier wären
Gruppenklagen eine gute Möglichkeit, damit die Betroffenen leichter
zu ihrem Recht kommen", betonte Glatz. (Schluss) sv/bj
Service: Alle Informationen zur neuen Kampagne "Teuerung bekämpfen"
und die aktuellen Forderungen des PVÖ sind als PDF unter
http://www.spoe.at/bilder/d279/PVOETeuerung.pdf abrufbar.
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum
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