ANSCHOBER: Tschechiens Regierung stellt auch mit Personalrochaden die Weichen für den großen Atomausbau
Und Österreichs Bundesregierung schläft
Linz (OTS) - Nach dem Grundsatzbeschluss der tschechischen
Regierung vom 17. August, die Atomenergie im großen Stil auszubauen
und dem Entwurf für das tschechische Energiekonzept, das einen
dramatischen Ausbau der Atomenergie vorsieht und Tschechien zum
wichtigsten Atomenergieproduzenten Europas machen will, werden nun
die personellen Weichen für den Atomausbau gestellt: Mitte September
würde die Ablöse von Martin Roman durch den Atomhardliner Daniel
Benes an der Spitze von CEZ bekannt gegeben, nun soll als nächste
Weichenstellung der Atomhardliner Frantisek Pazdera zum
stellvertretenden Industrieminister berufen werden, der für die
Energiepolitik zuständig ist. Pazdera kommt von CEZ und ist Mitautor
des Entwurfs des Energiekonzeptes.
Umwelt-Landesrat Rudi Anschober: "Schritt für Schritt werden von der
tschechischen Regierung die Weichen für den Atomausbau gestellt. Bis
Jahresende soll in der Regierung die Entscheidung über den
Energiekurs fallen, derzeit scheint die tschechische Regierung um
jeden Preis zum energiepolitischen Geisterfahrer in Europa werden zu
wollen. Während viele nach Fukushima aussteigen, will Tschechien
dramatisch ausbauen."
Die österreichische Bundesregierung verschläft diese Entwicklung
bisher völlig. Anschober: "Die verbleibenden Wochen bis Jahresende
und zum endgültigen Beschluss müssen endlich konsequent genutzt
werden: Durch Direktverhandlungen der Regierungschefs und durch die
Einleitung eines Vertragsverletzungsverfahrens in Brüssel gegen die
europarechtswidrige UVP für den Ausbau von Temelin und gegen die im
völligen Widerspruch zu den EU-Zielen stehenden zukünftige
Energiekonzeption Tschechiens."
Mag. Rudi LEO,
Pressesprecher,
Tel: +436648299969,
rudi.leo@ooe.gv.at,
Promenade 37,
4020 Linz,
www.anschober.at














