• 09.10.2011, 08:01:31
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AK fordert Bekämpfung der Energiearmut mit Einnahmen aus Emissionszertifikaten

Linz (OTS) - Ab 2013 soll die Versteigerung von
Emissionszertifikaten dem Bundesbudget jährlich 210 bis 350 Millionen
Euro einbringen. "Diese Mittel müssen zur Bekämpfung der Energiearmut
verwendet werden!", fordert AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.
Investitionen in thermische Sanierung und der Austausch von
veralteten Heiz- und Elektrogeräte senken nicht nur den
Energieverbrauch der Haushalte, sondern kurbeln auch die Wirtschaft
an.

Am 11. Oktober wird das Emissionszertifikategesetz im
Umweltausschuss behandelt. Die Versteigerung der Zertifikate soll ab
2013 jährlich bis zu 350 Millionen Euro in die Bundeskasse spülen.
Während die EU-Richtlinie vorsieht, dass mindestens 50 Prozent dieser
Mittel für Klimaschutzmaßnahmen verwendet werden sollen, ist im
vorliegenden Gesetzesentwurf davon keine Rede. "Dabei sind solche
Maßnahmen unverzichtbar, um die wachsende Energiearmut zu bekämpfen
und die Energieeffizienz der Haushalte zu verbessern", stellt
Kalliauer fest.

Bei steigenden Energiepreisen und stagnierenden Löhnen haben immer
mehr Haushalte Probleme, ihre Energierechnung zu bezahlen. Die
Einnahmen aus den Emissionszertifikaten sollen einerseits finanzielle
Unterstützungen ermöglichen, andererseits den Energieverbrauch der
Haushalte nachhaltig senken helfen. Zu Letzterem tragen besonders die
thermische Sanierung und der Austausch von veralteten Heiz- und
Elektrogeräten bei. Diese Investitionen sind aber für
einkommensschwache Haushalte kaum finanzierbar.

"Energieeffizienzmaßnahmen bekämpfen nicht nur die Energiearmut,
sondern wirken ebenso wie finanzielle Unterstützungen der Haushalte
konjunkturbelebend. Dadurch werden Arbeitsplätze geschaffen, was
angesichts der schwachen Wirtschaftsprognosen höchst notwendig ist",
betont der AK-Präsident.

Zudem helfen die Maßnahmen auch dabei, das EU-weite Ziel einer
20-prozentigen Senkung des Energieverbrauchs bis 2020 zu erreichen.

Rückfragehinweis:
Arbeiterkammer Oberösterreich, Kommunikation
Dr. Walter Sturm
Tel.: (0664) 54 55 984
mailto:[email protected]
http://www.arbeiterkammer.com

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