• 08.10.2011, 08:00:35
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"profil": Ariel Muzicant verschärft Kritik an Parlamentariern

Österreichische Politiker seien "ahnungslos", so der Kultusgemeinde-Präsident - Forderung nach Schritten auch gegen Israel

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" erneuert und verschärft
Ariel Muzicant, Präsident der israelitischen Kultusgemeinde, seine
Kritik an jenen österreichischen Parlamentariern, die sich für die
Anerkennung eines Palästinenserstaates aussprechen.

"Ich werfe ihnen vor, dass sie gar nicht wissen, wofür sie hier
eigentlich eintreten. Viele österreichische Politiker sind
ahnungslos, was das betrifft", so Muzicant gegenüber "profil".
"Österreichische Parteien verlangen einen Staat, in dem es keine
Gewaltentrennung, keine Trennung von Religion und Staat gibt." Die
Konsequenzen daraus seien, "dass es Krieg geben wird".

Weder die Palästinenser noch die Israelis wollten ernsthaft
verhandeln, so Muzicant, der deshalb eine weitaus aktivere Rolle
Europas und Österreichs im Nahost-Friedensprozess fordert: "Die
Europäer und damit auch die Österreicher müssen endlich verstehen,
dass sie mehr tun müssen, als immer nur die Zeche zu zahlen. Aber sie
sind zu naiv, sich einfach einmal hinzustellen und zu sagen: Ihr habt
jetzt vier Wochen Zeit, dann ist Schluss mit lustig, dann gibt es
kein Geld mehr für die Palästinenser, und gegen die Israelis machen
wir dies und jenes, was ihnen wehtut."

Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

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