• 06.10.2011, 12:58:40
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Mitterlehner: Erfolgreicher Abbau der Wartelisten bei Ökostrom

Ökostrom-Kapazitäten steigen um mehr als ein Drittel - 332.000 Haushalte können zusätzlich versorgt werden - Investitionen von rund einer Milliarde Euro ausgelöst

Wien (OTS/BMWFJ) - Wirtschafts- und Energieminister Reinhold
Mitterlehner zieht eine positive Bilanz über den zweimonatigen Abbau
der Wartelisten bei Ökostrom-Anlagen, der mit Ende September zu Ende
gegangen ist: "Das neue Ökostromgesetz gibt die richtigen
Rahmenbedingungen vor und beschleunigt den Weg zur technologischen
Marktreife: Mehr als 78 Prozent der Förderwerber für
Photovoltaik-Anlagen haben das Angebot, zu reduzierten Tarifen gleich
bauen zu können, akzeptiert. Bei der Windkraft waren es sogar 97
Prozent", betont Mitterlehner. Allein durch den Abbau der Warteliste
durch Zusage von jährlich 108 Millionen Euro an zusätzlicher
Ökostromförderung und die seit dem Inkrafttreten der Novelle Ende
Juli gestellten Neuanträge können 605 Megawatt Ökostrom neu
installiert werden. "Damit erhöhen wir die bisherigen
Ökostrom-Kapazitäten um mehr als ein Drittel und können zusätzlich
über 332.000 Haushalte mit sauberem Strom versorgen. Gleichzeitig
kommen wir so unserem Ziel, bis 2015 bilanziell unabhängig von
Atomstrom-Importen zu werden, deutlich näher", sagt Mitterlehner.

Der Abbau der Warteliste inklusive der seit dem Beschluss des
Ökostromgesetzes neu eingereichten Anlagen wird laut Schätzungen rund
eine Milliarde Euro an Investitionen bringen sowie rund 10.000
Arbeitsplätze sichern bzw. schaffen. "Wir erhöhen die
Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Ökostrom-Branche und ihrer vielen
innovativen Zulieferer. Das schafft neue Wachstumschancen im In- und
Ausland", so Mitterlehner.

Photovoltaik: Verdreifachung der bisherigen Kapazitäten

Von den knapp 4.600 Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von rund
95 Megawatt peak (MWp), die ohne Novelle die Warteliste bis ins Jahr
2026 aufgefüllt hatten, sind mit Stand Ende September 3.586 Anlagen
bzw. 78,8 MWp bei der Ökostromabwicklungsstelle (OeMAG) zum
sofortigen Bau angemeldet worden. Bezogen auf die Leistung sind das
über 83 Prozent der bisher eingereichten Anlagen. Zusätzlich nutzten
schon jetzt viele neue Antragsteller die Möglichkeit, bei Einreichung
bis zum Jahresende mit einem von der Größe und dem Standort der
Anlage abhängigen Tarifabschlag von 17,5 bis 22,5 Prozent neue
Anlagen fördern zu lassen. Damit können weitere 1.284 neue Anlagen
mit einer Leistung von 38,3 MWp sofort gebaut werden. Alleine die neu
gestellten Anträge haben den Ende 2010 bei der OeMAG bestehenden
Anlagenbestand von 35 MWp installierter Leistung bereits übertroffen.

Insgesamt bedeutet das eine Verdreifachung der bisherigen Kapazitäten
bei Photovoltaik, die heuer und im nächsten Jahr ans Netz gehen
werden. Damit können rund 32.000 Haushalte zusätzlich mit sauberem
Ökostrom versorgt werden.

Windkraft: Kapazitäten steigen um die Hälfte

Bei der Windkraft befinden sich 153 Anlagen mit einer Leistung von
rund 545 MW in der Warteliste. Davon haben bisher 148
Anlagenbetreiber, die eine Leistung von 472 MW installieren, das
Angebot angenommen, zu reduzierten Tarifen zu bauen. Auf die Leistung
bezogen sind das über 87 Prozent der bisher eingereichten
Windkraftanlagen. Darüber hinaus wurden sechs neue Anlagen mit 15,2
MW zu reduzierten Tarifen (9,5 ct./kWh) eingereicht. Insgesamt werden
somit die bestehenden Windkraft-Kapazitäten per Ende 2010 in Höhe von
988 MW um die Hälfte auf rund 1.475 MW erhöht. Mit der daraus
resultierenden Stromerzeugung können rund 300.000 Haushalte
zusätzlich versorgt werden.

Budgetvolumen für den Wartelisten-Abbau

Von den für Photovoltaik bereit gestellten Mitteln in Höhe von 28
Millionen sind bereits 26,9 Millionen Euro (96 Prozent) ausgeschöpft.
Von den für Windkraft verfügbaren Mitteln in Höhe von 80 Millionen
Euro sind 62,8 Millionen Euro (78 Prozent) vergeben. Es können heuer
nach dem First-come-first-serve-Prinzip noch neue Anlagen eingereicht
werden, bis diese Kontingente ausgeschöpft sind. Alle Anfragen, die
danach kommen, müssen im nächsten Jahr erneut eingereicht werden

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend
   Pressesprecher des Bundesministers:
   Mag. Waltraud Kaserer
   Tel.: +43 (01) 71100-5108 / Mobil: +43 664 813 18 34
   mailto:[email protected]
   www.bmwfj.gv.at
   
   Mag. Volker Hollenstein
   Tel.: +43 (01) 71100-5193 / Mobil: +43 664 501 31 58
   [email protected]

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