- 06.10.2011, 12:30:42
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Housing First: Neue Perspektiven in der Wiener Wohnungslosenhilfe
Wien (OTS) - Die Wiener Wohnungslosenhilfe umfasst ein
mehrstufiges Angebot, um wohnungslosen Menschen rasch wieder ein
eigenständiges Leben zu ermöglichen. Über 43 Millionen Euro
investiert die Stadt Wien jährlich in die Wiener Wohnungslosenhilfe.
Nachdem im Wiener Regierungsübereinkommen festgelegt wurde, den
Housing First-Ansatz stärker zu verfolgen, werden derzeit neue
Perspektiven und ein "Wiener Modell" zu diesem Ansatz entwickelt.
Neue Perspektiven in der Wiener Wohnungslosenhilfe
Housing First ist ein neues Modell der US-amerikanischen
Sozialpolitik, bei dem wohnungslose Menschen in eigenen Wohnungen
untergebracht und in diesen Wohnungen je nach Bedarf betreut werden.
"Ziel der Wiener Wohnungslosenhilfe ist es, wohnungslose Menschen
wieder zum eigenständigen Wohnen zu befähigen. Manchmal ist eine
leistbare Wohnung mit bedarfsgerechter mobiler Betreuung der beste
Weg, dieses Ziel rasch und nachhaltig zu erreichen", sagt
Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely. Peter Hacker,
Geschäftsführer des Fonds Soziales Wien, führt aus: "Wir übernehmen
den neuen Ansatz als Grundgedanken und entwickeln ein eigenes Wiener
Modell des Housing First, das auf die Gegebenheiten in unserer Stadt
zugeschnitten ist. Zu diesem Zweck wurde eine Perspektivengruppe
gegründet, in der Expertinnen und Experten Pilotprojekte entwickeln
und sich über Chancen und Grenzen des Modells austauschen."
Die Wiener Wohnungslosenhilfe - Zahlen, Daten, Fakten
Seit mehr als 20 Jahren setzt die Wiener Wohnungslosenhilfe äußerst
erfolgreich auf ein integratives Konzept. So vielfältig die Gründe
für Wohnungslosigkeit sind, so vielfältig sind auch die
Unterstützungsmöglichkeiten: von Tageszentren und medizinischer
Versorgung über Nachtquartiere bis hin zum Wohnen mit
zielgruppenspezifischer Betreuung. In 80 Einrichtungen mit rund 4.500
Schlaf- und Wohnplätzen wurden 2010 mehr als 8.000 Personen betreut.
Akut obdachlose Menschen wurden in 16 ambulanten Einrichtungen
versorgt. Sieben Nachtquartiere boten insgesamt 412 Schlafplätze -
die NächtigerInnen nutzten sie im Schnitt für 21 Nächte. Im
Übergangswohnen standen 3.000 Wohnplätze in 38
Übergangswohneinrichtungen zur Verfügung. Die Aufenthaltsdauer im
Übergangswohnen beträgt durchschnittlich 11 Monate. Obwohl die
Vielfalt des Angebots neben den neuen Angeboten nach dem Housing
First-Ansatz bestehen bleibt, erwarten die Verantwortlichen deutliche
Auswirkungen: "Durch Housing First werden wir einerseits die
Nachtquartiers- und Übergangswohnplätze verringern und andererseits
die Aufenthaltsdauer in diesen Einrichtungen reduzieren können", sagt
Doris Graber, Leiterin des Fachbereichs Betreutes Wohnen im Fonds
Soziales Wien.
Das Angebot im Überblick
Einen Überblick über das umfangreiche Angebot der Wiener
Wohnungslosenhilfe gibt der "Wien Plan für Menschen ohne Wohnung",
der jetzt in aktualisierter und erweiterter Auflage erschienen ist.
Der Plan sowie zahlreiche weitere Informationsmaterialien können
kostenlos beim Fonds Soziales Wien unter 01/24 5 24 bestellt werden.
Rückfragehinweis:
Michael Eipeldauer Mediensprecher Stadträtin Mag.a Sonja Wehsely Rathaus 1082 Wien Tel.: +43 1 4000 81231 Fax: +43 1 4000 9981231 Mobil: +43 676 8118 69522 E-Mail: [email protected] Iraides Franz Fonds Soziales Wien Tel.: 01/ 4000 66312 Mobil: 0676/ 8118 66312 E-Mail: [email protected]
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