OTS0191   6. Okt. 2011, 12:28

ÖH zu Grünewald: Grundsicherung für Studierende zu begrüßen

Grundsicherung muss vom Einkommen der Eltern entkoppelt sein


"Die heutige Pressekonferenz von Grünen -
Wissenschaftssprecher Grünewald kann als Schritt in Richtung ernst
gemeinter sozialer Absicherung von Studierenden gewertet werden. Ein
Grundeinkommen für Studierende ist schon längst eine Forderung der ÖH
und es freut uns, dass sie nun endlich aufgegriffen wird. Die
bemessene Höhe von 300 Euro für alle Studierenden ist jedoch zu
wenig. Der Vorschlag von Grünewald, die zusätzlichen Beihilfen
teilweise in Form von verzinsten Darlehen zurückzuzahlen, führt zur
frühen Verschuldung von Studierenden", so Janine Wulz vom Vorsitzteam
der ÖH Bundesvertretung.

"Zu begrüßen ist, dass das komplizierte System der Familien- und
Studienbeihilfe durch einen Fördertopf ersetzt werden soll. Das ist
eine bürokratische Erleichterung und für alle Beteiligten
transparenter und nachvollziehbarer. Sinnvoller als das von Grünewald
vorgeschlagene Modell wäre es, die Grundsicherung als eine Art
Grundeinkommen aufzufassen. Dieses muss in angemessener Höhe an die
Studierenden direkt, unabhängig vom Alter und dem Einkommen der
Eltern ausbezahlt werden. Reiche Studierende gibt es nämlich nicht -
es gibt nur reiche Eltern", erklärt Peter Grabuschnig, ÖH
Generalsekretär.

"In Form einer Studierendenförderung an der ungerechten und oft
fehlgeleiteten Verteilung drehen zu wollen ist zwar vom Gedanken her
richtig, der erste Schritt sollte jedoch woanders gesetzt werden.
Hier gilt es, dass Steuersystem als Ganzes progressiver zu gestalten,
sodass höher verdienende Eltern mehr in den Steuertopf einzahlen.
Ministerin Fekter muss sich in dieser Hinsicht ihrer Verantwortung
der Hochschullandschaft Österreichs bewusst sein, ebenso wie Minister
Töchterle, der auch endlich anfangen muss, Konzepte für und nicht
gegen Studierende vorzuweisen", so Angelika Gruber vom Vorsitzteam
der ÖH abschließend.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0191 2011-10-06 12:28 061228 Okt 11 NHO0002 0284



ÖH - Österreichische HochschülerInnenschaft Zur Pressemappe

Rückfragehinweis: Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Sara Scheiflinger,
Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 211
sara.scheiflinger@oeh.ac.at;
http://www.oeh.ac.at

Aussendungen von ÖH - Österreichische HochschülerInnenschaft abonnieren: als RSS-Feed per Mail

Geokoordinaten: