- 06.10.2011, 12:24:48
- /
- OTS0186 OTW0186
Lohngerechtigkeit für Frauen: Faires Gehalt einfordern!
Medienaktion der SPÖ Frauen gemeinsam mit Frauenministerin Heinisch-Hosek, Frauenstadträtin Frauenberger, uvm.
Wien (OTS/SPW) - Frauen verdienen im Schnitt um ein Viertel
weniger als Männer, und auch wenn man alle weiteren strukturellen
Bedingungen ausschließt, bleibt eine Benachteiligung von rund 12-15
Prozent, die sich alleine auf das Geschlecht bezieht. Daher sei es
umso wichtiger, jedes Jahr "vehement auf den Equal Pay Day aufmerksam
zu machen!", betonte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek bei
einer großen Straßenaktion für mehr Lohngerechtigkeit gemeinsam mit
der Wiener Frauenstadträtin Sandra Frauenberger, NAbg. Angela Lueger,
der Frauensekretärin der Wiener SPÖ, LAbg. Nicole Berger-Krotsch,
SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz, LAbg. Katharina
Schinner sowie zahlreichen Vertreterinnen der Fraktion
Sozialdemokratischer Gewerkerschafterinnen Wiens und des
Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Wiens.****
In Gesprächen mit PassantInnen wurde darauf aufmerksam gemacht, dass
es auch darum gehe, Frauen Mut zu machen, sich sehr genau anzusehen,
wie viel sie wirklich verdienen. In diesem Zusammenhang verwies die
Frauenministerin auf den erst kürzlich präsentierten Gehaltsrechner.
Unter www.gehaltsrechner.gv.at konnten bereits rund 130.000
Überprüfungen der durchschnittlichen Richtwerte für Löhne und
Gehälter gezählt werden. "Damit kommt endlich Licht ins Dunkel um die
Geheimnisse rund um Gehälter!", so Heinisch-Hosek. Im Rahmen des
heutigen Aktionstages unterstrich die Frauenministerin die
Wichtigkeit solcher gemeinsamen Aktivitäten mit den SPÖ Frauen, den
Sozialdemokratischer Gewerkerschafterinnen Wiens und dem
Sozialdemokratischen Wirtschaftsverband Wien: "In ganz Österreich
finden rund um den Equal Pay Day zahlreiche solche Aktionen statt und
genau diese Verdichtung ist von großer Bedeutung, denn so wird man es
in Zukunft nicht mehr zulassen können, dass Frauen weniger verdienen,
als ihnen zusteht!"
Frauenberger - Gleich werte Entlohnung für gleiche Arbeit
Auch die Wiener Frauenstadträtin Sandra Frauenberger schlug in
dieselbe Kerbe und unterstrich das positive Schlusslicht Wien, denn
hier finde der Equal Pay Day erst am 15. Oktober statt - 9 Tage
später als in Gesamtösterreich. "Mit Quoten und Einkommenstransparenz
auf Stadtebene, sowie der Koppelung der öffentlichen Auftragsvergabe
an frauenfördernde Maßnahmen wurde in Wien bereits vieles umgesetzt,
damit alle Wienerinnen sicher, selbstbestimmt und unabhängig leben
können!", so Frauenberger. Mit dem Informationsfolder
"Gehaltsverhandlungstipps für Frauen" wurde den Wienerinnen jetzt
zudem ein individuelles Instrument in die Hand gegeben, um ein faires
Gehalt verhandeln zu können. In Wien werde somit sowohl auf
struktureller Ebene als auch auf persönlicher Ebene alles
unternommen, damit "sich Frauen auf die Beine stellen können und für
gleiche Arbeit eine gleichwertige Entlohnung bekommen!", unterstrich
die Stadträtin.
Online-Plattform soll Frauen Mut zu Gehaltsverhandlungen
machen
Österreichweit wollen die SPÖ Frauen mit der Online-Plattform
www.lohngerechtigkeit.at mit Arbeitnehmerinnen und UnternehmerInnen
in ganz Österreich in Kontakt treten. "Damit wollen wir Frauen Mut
machen, über ihr Gehalt zu sprechen und selbstbewusst in
Gehaltsverhandlungen zu gehen", erklärte SPÖ-Bundesgeschäftsführerin
Andrea Mautz und wies darauf hin, dass Frauen seltener in
Gehaltsverhandlungen treten als Männer. Während diese
durchschnittlich einmal im Jahr eine Gehaltserhöhung fordern, tun
dies ihre weiblichen Kolleginnen nur alle zwei bis drei Jahre - wenn
überhaupt, so Mautz. Auf der Homepage sind Erfahrungsberichte zu
finden, Frauenportraits, Diskussionsforen, Aktionstermine, Tipps zu
Gehaltsverhandlungen. Zudem finden interessante Life-Chatrunden
statt. "So können Frauen ihre persönlichen Erfahrungen einbringen und
anderen Frauen zugänglich machen", unterstrich Mautz.
Abschließend stellte die Frauensekretärin der Wiener SPÖ, LAbg.
Nicole Berger-Krotsch fest, dass Frauenanliegen seit jeher eine
Herzstück der sozialdemokratischen Politik seien: "Hier wird Politik
von Frauen für Frauen gemacht: So ist in Wien die Hälfte der Wiener
Stadtregierung weiblich, hier kommt das modernste
Gleichbehandlungsgesetz Österreichs zur Anwendung und die Stadt
unterstützt Mädchen und Frauen, ihre Rolle selbst zu bestimmen!" Fest
stehe jedoch, dass "Halbe-Halbe" zum Grundsatz in allen
Lebensbereichen werden muss, wozu auch die weitere Schließung der
Einkommensschere nötig sei. "Daran werden wir gemeinsam weiterhin mit
voller Kraft arbeiten!", schloss Berger-Krotsch.
Die "Gehaltsverhandlungstipps für Frauen" können bei der
Frauenabteilung (MA 57) unter der Telefonnummer: 01 4000-83518 oder
per E-Mail: [email protected] kostenlos bestellt werden.
In Kürze stellt der Pressedienst der Wiener SPÖ Fotos der Aktion
unter http://www.flickr.com/photos/36500243@N08/sets gratis zum
Download zur Verfügung. (Schluss) nk
Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ Wien
Tel.: +43 1 534 27/222
mailto:[email protected]
http://www.wien.spoe.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | DSW






