ÖH: StEOP ist eine Barriere, keine Orientierungsphase
Die Studieneingangs- und Orientierungsphase hat ihren Namen nicht verdient
Wien (OTS) - "Mehr Stress, weniger soziale Absicherung und weniger
Zukunftsperspektiven - so müssen die Studierenden heuer ihr Studium
beginnen. Neben den sozialen Verschlechterungen, von denen unzählige
Studierende diesen Herbst betroffen sind, kommt die Studieneingangs-
und Orientierungsphase (StEOP) als Knock-Out-Phase noch hinzu. Diese
neu eingeführte Hürde ist oft so konzipiert, dass viele
StudienbeginnerInnen nach dem ersten Semester nicht mehr weiter
studieren können", erklärt Martin Schott vom Vorsitzteam der
Österreichischen HochschülerInnenschaft.
"Die Ausgestaltung der StEOP ist an den verschiedenen Universitäten
unterschiedlich. Der Arbeitsaufwand kann mit bis zu 30 ECTS angesetzt
sein, das ist ein Vollzeitsemester. Dazu kommt, dass beispielsweise
an der Uni Wien und der Uni Linz nur zwei Prüfungsantritte möglich
sind. Eine Wiederholung der Prüfung ist daher nur einmal möglich -
dann ist Schluss!", erläutert Janine Wulz vom ÖH Vorsitzteam weiter.
"Arbeiten neben dem Studium, Krankheit, ein Zweitstudium - Dinge wie
diese sind für StudienanfängerInnen mit dieser Neuregelung fast
unmöglich. Die StEOP hat den Namen der Orientierungsphase in der
derzeitigen Form wahrhaftig nicht verdient. Wir fordern eine richtige
Orientierungsmöglichkeit zu Beginn des Studiums und vor dem Studium
anstelle von Knock-Out Prüfungen, die das sofortige Ende eines
Studiums bedeuten. Jungen Menschen muss eine Zukunftsperspektive
geboten und nicht genommen werden", so Peter Grabuschnig,
Generalsekretär der ÖH abschließend.
Sara Scheiflinger,
Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 211
sara.scheiflinger@oeh.ac.at;
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