• 05.10.2011, 13:24:11
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BR Dönmez: Unter dem Deckmantel des Dialoges kann man anscheinend jeden Humbug betreiben".

Linz (OTS) - Weiter massive Kritik an der ÖVP Unterstützung für
ein geplantes wahabitisches Dialogzentrum in Österreich kommt vom
Grünen Bundesrat Efgani Dönmez
"Die hart erkämpften Freiheiten der westlichen Welt, werden von einer
am Kapital orientierten, angeblich wirtschaftskompetenten
Volkspartei, geopfert. Die Orientierungslosigkeit der Wiener
Volkspartei dürfte auf die Bundesebene übergriffen haben. Ansonsten
lässt sich dieser entbehrliche Schritt seitens der ÖVP nicht
erklären. Man kann nur hoffen, dass die Basis der restlich
vorhandenen Volkspartei ihren Außenminister und Vizekanzler zur
Vernunft bringt", betont Dönmez und weiter:
"Mit jedem Tag, welcher der Tag der Unterzeichnung dieses Abkommens
näher rückt, wird sich herauskristallisieren, wie ernst es die ÖVP
mit der Erhaltung der unserer gesellschaftlichen Werte meint".
Fixiert ist hingegen bereits ein "Board of Directors" für dieses
geplante Dialogzentrum. Diesem Aufsichtsrat werden Vertreter aller
großen Religionen angehören, insgesamt acht Personen. Der Vatikan
entsendet seinen Islam-Spezialisten, Monsignore Khaled Akasheh, die
anglikanische Kirche schickt Reverend Toby Howarth, das Judentum
Rabbi David Rosen (American Jewish Committee), auch ein Hindu und ein
Buddhist sind an Bord ebenso wie ein griechisch-orthodoxer
Metropolit. Für den Islam sprechen ein saudiarabischer Imam und der
libanesische Generalsekretär des "Spirituellen islamischen Gipfels".
Es stellt sich die Frage, mit wem dieser Aufsichtsrat in Dialog
treten wird? Hier appelliert BR Dönmez, diese Leute und die
Institution an sich zu isolieren: " Keine Kooperationen, kein falsch
verstandener Dialog mit dieser Form des Islams. Das ist nur Munition
für die Rechte in Österreich! Wir werden sehen, wer hier in Aktion
tritt, dann werden sich Streu vom Weizen trennen. Wenn selbst
aufgeklärte Muslime in Österreich massiv dagegen protestieren, wie
wird die Reaktion der restlichen Bevölkerung ausfallen? Die ÖVP
öffnet hier eine Flanke, welche nicht notwendig wäre. Ich habe kein
Interesse an einer noch geschwächteren ÖVP oder SPÖ. Denn was wäre
die Alternative"?

Rückfragehinweis:
Die Grünen Oberösterreich, Mag. Markus Gusenbauer, Pressereferent, Tel.: 0664/831 75 36, mailto: [email protected], http://www.ooe.gruene.at

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