- 05.10.2011, 13:15:09
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Schwentner: Eigen-PR von Heinisch-Hosek ist voll mit Halbwahrheiten
Grüne fordern Nachschärfung des Gleichbehandlungsgesetzes
Wien (OTS) - "Frauenministerin Heinisch-Hosek freut sich in den
von ihr geschalteten Anzeigen über mehr Transparenz bei den
Gehältern. Dabei verschweigt sie weit mehr als Hälfte der Wahrheit",
kritisiert die Frauensprecherin der Grünen, Judith Schwentner, die
von Heinisch-Hosek geschalteten Zeitungsinserate zu ihrem am Montag
präsentierten Gehaltsrechner. Denn nur ganz wenige der
österreichischen Unternehmen haben bis jetzt einen Einkommensbericht
erstellt. Stelleninserate mit Gehaltsangaben muss man mit der Lupe
suchen.
"Wir brauchen eine Nachschärfung des Gleichbehandlungsgesetzes, sonst
bleibt die Transparenz bei den Gehältern totes Recht", fordert
Schwentner. Nur etwa 200 Unternehmen waren in ganz Österreich bis
Juli 2011 zur Erstellung von internen Einkommensberichten
verpflichtet. Davon sind nur rund 2/3 ihrer Verpflichtung überhaupt
nachgekommen.
Stelleninserate mit Gehaltsangaben stellten nach wie vor eine große
Ausnahme in den Karriereteilen der Zeitungen dar. "Ein Gesetz, an das
sich aufgrund fehlender Sanktionen kaum ein Unternehmen hält, ist
sicher kein zu bejubelnder Erfolg. Statt der Bevölkerung Inserate
voller Halbwahrheiten zu verkaufen, sollte die Energie in Arbeiten
für eine Gesetzesnovelle mit Biss fließen. Das wäre nicht nur der
effektivere, sondern auch ganz eindeutig der finanziell günstigere
Weg für alle Frauen", so Schwentner.
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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