- 05.10.2011, 10:38:58
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Lob und Anerkennung für die autonomen österreichischen Frauenhäuser
Forderung nach rascher Umsetzung der Europaratskonvention
Wien (OTS) - Rund 180 TeilnehmerInnen fanden sich letzte Woche am
28. September 2011 zur Fachtagung der autonomen österreichischen
Frauenhäuser "Europäische Standards gegen Gewalt an Frauen und
Kindern" im Studio 44, in den Räumlichkeiten der Österreichischen
Lotterien ein. Viel Anerkennung gab es dabei seitens der Politik und
der TagungsbesucherInnen für das Expertinnenwissen der
Mitarbeiterinnen der Frauenhäuser. Bundesministerin Mag.a Johanna
Mikl-Leitner (ÖVP) lobte die wichtige Arbeit der Frauenhäuser gegen
Gewalt an Frauen und im Opferschutz, so auch Gabriele Heinisch-Hosek
(SPÖ), Bundesministerin für Frauen und Öffentlichen Dienst, die ihre
Begrüßungsworte via Videobotschaft schickte. Lob und Wertschätzung
seitens der Ministerien wurde auch von Mag.a Edeltraud Glettler (BM
für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz), Hon. Prof. Dr. Georg
Kathrein, (Sektionsleiter im BM für Justiz) und Mag.a Martina Staffe
(BM für Wirtschaft, Familie und Jugend) übermittelt sowie seitens der
Stadt Wien von LAbg. GRin Mag.a Nicole Berger-Krotsch (SPÖ).
Die Organisatorinnen - der Verein Autonome Österreichische
Frauenhäuser (AÖF) und die Frauenhäuser - bedanken und freuen sich
über die politische und fachliche Anerkennung und fordern nun diese
Unterstützung auch in der täglichen Praxis ein. "Wichtig ist jetzt
eine rasche Ratifizierung und Umsetzung der wichtigsten Paragraphen
der Europaratskonvention CAHVIO, dem Übereinkommen des Europarates
zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher
Gewalt", sagt Mag.a Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin des Vereins
Autonome Österreichische Frauenhäuser. Insbesondere Artikel 4, der
die Grundrechte, die Gleichstellung und Nichtdiskriminierung aller
Frauen - unabhängig ihrer nationalen oder sozialen Herkunft, des
MigrantInnen- oder Flüchtlingsstatus etc. - sicherstellt, und Artikel
31, der bei Obsorge- und Besuchsrechtsentscheidungen die
Berücksichtigung von gewalttätigen Vorfällen im Sinne des
Opferschutzes fordert, müssen schnell Eingang in die österreichische
Gesetzgebung finden. So gibt es noch immer große Defizite im
Gewaltschutz für Kinder - oft übersehen wird das Problem der von
Kindern miterlebten Gewalt. "Hier braucht es mehr Sensibilisierung
auf Seiten der FamilienrichterInnen, der SozialarbeiterInnen der
Jugendämter und der GutachterInnen," so Mag.a Birgit Thaler-Haag,
Geschäftsführerin des Salzburger Frauenhauses und neu gewählte Obfrau
des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser.
Besonderer Dank gilt den Österreichischen Lotterien für die
freundliche Unterstützung und für die kostenlose Nutzung ihrer
Räumlichkeiten.
Rückfragehinweis:
Mag.a Christine Tragler, Informationsstelle gegen Gewalt,
Tel.: 01/544 08 20, mailto:[email protected]
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