ÖH: "Herbst der Verschlechterungen" steht den Studierenden bevor
Medienaktion der ÖH zeigt die Härte und Folgen der sozialen Verschlechterungen
Wien (OTS) - "Mit der heutigen Medienaktion wollen wir auf den
"Herbst der Verschlechterungen" aufmerksam machen, der vielen
Studierenden dieses Semester ins Haus steht. Angefangen von der
Familienbeihilfekürzung über die Förderungskürzung der
Studierendenwohnheime hin zum Wegfall des Ministeriums-Zuschusses zur
Selbstversicherung der Studierenden - es weht ein kühler Wind, der
den Studierenden ins Gesicht bläst", erklärt Peter Grabuschnig,
Generalsekretär der ÖH Bundesvertretung.
"Rund 65% der Studierenden leben unter der Armutsgrenze. Diese
Situation wird sich durch die Rückversetzung des Anspruchsalters für
Familienbeihilfe noch weiter verschärfen. Derzeit sind rund 27.000
Studierende von der Neuregelung betroffen, die seit Juli gilt. Eine
weitere Folge dieser Regelung ist, dass neben dem Wegfall dieses
Geldbetrages auch andere Sozialleistungen, die an die
Familienbeihilfe gekoppelt sind einfach wegfallen. Ein drastisches
Beispiel, das Studierende ernsthafte Probleme bereiten wird ist in
Wien und Graz das Öffi-Ticket. Die Erwerbstätigkeit wird nun wohl
noch weiter steigen - derzeit arbeiten schon rund 60 Prozent mehr als
20 Stunden pro Woche.", so Angelika Gruber vom ÖH Vorsitzteam.
"Ohne Arbeiten wird es auch aufgrund der erhöhten Wohnkosten für
Studierendenwohnheime nicht mehr leicht gehen. Das Ministerium hat
die Förderung für diese brutal zurückgefahren - bis 2013 werden
5.000.000Euro eingespart. Auch die studentische Selbstversicherung
wird teuer zu Buche schlagen und ein weiteres Loch in das knappe
Budget der Studierenden graben. Das Ministerium hat auch hier den
Zuschuss gestrichen. Das bedeutet eine Verdoppelung des Beitrags, den
die Studierenden nun berappen müssen - das sind 50Euro pro Monat",
erläutert Martin Schott vom Vorsitzteam der ÖH.
"Die Lage ist ernst. Studierende werden in prekäre Verhältnisse
gedrängt und ihre Lebensrealität einfach von Minister Töchterle und
Ministerin Fekter verkannt. Es braucht endlich einen Ausbau des
Beihilfen- und Stipendiensystems, das den Studierenden ein nicht von
Armut gefährdetes Leben ermöglicht. Wir erwarten uns von Minister
Töchterle und Ministerin Fekter endlich ein Bekenntnis zu einer
zukunftsgerichteten Bildungspolitik, die sich endlich nicht mehr
gegen, sondern für die Studierenden einsetzt. Es muss neue Konzepte
geben, die endlich die Diskussion über Studiengebühren und
Zugangsbeschränkungen hinter sich lässt und von Regelungen wie der
versteckten Knock-Out-Phase wie der StEOP (Studien-Eingangs- und
Orientierungsphase) ablässt", so das Vorsitzteam der ÖH abschließend.
Sara Scheiflinger,
Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 211
sara.scheiflinger@oeh.ac.at;
http://www.oeh.ac.at














