- 04.10.2011, 11:47:21
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Schwentner: Frauen verdienen in allen Branchen weniger
Grüne fordern Gleichstellungsprüfung für Kollektivverträge
Wien (OTS) - "In Zukunft muss jede Lohnrunde zur Frauenlohnrunde
werden. Verhandlungsergebnisse, die die Gehaltsunterschiede zwischen
Frauen und Männern vergrößern könnten, gehören nachverhandelt. Denn
offensichtlich fehlt den SozialpartnerInnen noch Know-how im Bereich
der Geschlechter-Gleichstellung", meint Judith Schwentner,
Frauensprecherin der Grünen, anlässlich des heutigen Equal Pay Days.
Auf die unterschiedliche Berufswahl könne man den "Gender Pay Gap"
jedenfalls nicht reduzieren. "Einkommensunterschiede zwischen Frauen
und Männern gibt es in allen Branchen. Das versteckte
Diskriminierungspotential steckt in den Kollektivverträgen. Nur durch
eine verpflichtende Gleichstellungsprüfung der Kollektivverträge kann
Diskriminierung vermieden werden. Frauenministerin Heinisch-Hosek ist
gefordert, die Verhandlungsergebnisse der SozialpartnerInnen auf die
Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern zu überprüfen" ,
fordert Schwentner.
Als Negativbeispiel für die Gleichstellung führt Schwentner eine
Forderung zur Zulassung einer täglichen Normalarbeitszeit bis zu zehn
Stunden im Rahmen einer 5-Tage-Woche aus dem Forderungsprogramm der
ArbeitgebervertreterInnen des Metallgewerbes an. "Eine
alleinerziehende Mutter kann bei solchen "Normalarbeitszeiten" Beruf
und Familie sicher nicht miteinander vereinbaren. Lippenbekenntnisse
zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie abzugeben und gleichzeitig
für eine tägliche Normalarbeitszeit von zehn Stunden einzutreten, wie
die Wirtschaftsseite das macht, ist jedenfalls unglaubwürdig.
Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern gibt es auch
innerhalb von Branchen und sogar im selben Beruf. Nur eine
Gleichstellungsprüfung der Kollektivverträge könnte hier Licht ins
Dunkel bringen", meint Schwentner.
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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