- 04.10.2011, 11:40:01
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LH Dörfler führte Gespräche mit Regionalkommissar Johannes Hahn
Förderperiode, Internationalisierung und Baltisch-Adriatische-Achse waren Themen in Brüssel - Auch Treffen mit EU-Botschafter Walter Grahammer
Klagenfurt (OTS/LPD) - Seine Gespräche mit dem EU-Kommissar für
Regionalpolitik, Johannes Hahn, und dem EU-Botschafter Österreichs,
Walter Grahammer, die gestern, Montag, in Brüssel stattfanden,
bezeichnet Landeshauptmann Gerhard Dörfler heute, Dienstag, als sehr
positiv. Ein wichtiges Thema bildete die EU-Förderperiode 2014 bis
2020. Dabei soll über den Fonds Connecting Europe Facility eine
verstärkte Finanzierung von grenzüberschreitenden Projekten, im
Bereich Transport, Energie und Informations- und
Kommunikationstechnologie, möglich werden. Dabei geht es um die
Chancen eines europäischen Handelns und internationaler Vernetzung
sowie darum, die hierzu zur Verfügung stehenden Mittel effektiv zu
nutzen. Die Gesamtsumme der Fördermittel in der Programmperiode 2007
bis 2013 für Kärnten sieht 812 Mio. Euro vor.
Kärnten habe hier mit seiner "senza confini"-Positionierung als
Drehscheibe nach Süd- und Südosteuropa sehr gute Chancen, habe ihm
Hahn versichert, so Dörfler. Die Internationalisierung
voranzutreiben, sei ein wichtiges Anliegen seitens der
EU-Regionalpolitik. Der Landeshauptmann wies in diesem Zusammenhang
auf das Projekt des Vollausbaus der zweiten Röhre des
Karawankentunnels hin und informierte über das gemeinsame Treffen und
die gemeinsame Vorgehensweise zwischen ihm und dem slowenischen
Verkehrsminister Patrick Vlacic. Hahn bestätigte, dass es der
richtige Weg sei, eine gemeinsame Linie zu verfolgen.
Ein weiteres Thema war die Baltisch-Adriatische Verkehrsachse. Hier
zeigte sich Dörfler sehr erfreut, mit Hahn einen Mitstreiter gefunden
zu haben. Der Regionalkommissar habe hier eine "patriotische"
Einstellung bewiesen und zugesichert, sich dafür einzusetzen, dass
diese Verkehrsachse in das Core-Netzwerk aufgenommen wird. Eine
Entscheidung seitens der EU-Kommission soll am 19. Oktober d. J.
fallen bzw. bekanntgegeben werden. Auch der Ständige Vertreter
Österreichs bei der EU, Walter Grahammer, sei ein Befürworter dieser
Achse und in dieser Hinsicht besonders aktiv für Österreich und
Kärnten, so Dörfler.
Die Baltisch-Adriatische Verkehrsachse gilt als strategischer
Korridor für Zentraleuropa und ist mit Anbindung an die östlichen
EU-Staaten zur Stärkung dieses Zentralraums von großer Bedeutung.
Diese Verkehrsverbindung verläuft von Danzing, Warschau, Katowice,
Bratislava, Brünn, Wien, über den Semmering Basistunnel, die
Koralmbahn, Klagenfurt, Udine und Venedig bis nach Bologna. Damit
werde eine Hochleistungsverbindung zwischen der Ostsee- und den
Adriahäfen sowie dem Korridor 10 geschaffen, die dem gesamten
Kärntner Raum eine Art Knotenfunktion ermöglicht. "Alp-Log Villach
würde für Warenströme aus und in die EU der erste "Trockenhafen" in
direkter Adria Nähe sein. Durch bereits im Vorfeld besprochene
Kooperationen mit den Adriahäfen konnten damit gegenseitig Synergien
zwischen den Adriahäfen als Tor zu den Weltmeeren und Kärnten
geschaffen werden.
Weiters teilte der Landeshauptmann mit, dass er Regionalkommissar
Hahn bereits im nächsten Monat in Kärnten zu weiteren Gesprächen
willkommen heißen werde.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at
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