ÖH an Töchterle: Schluss mit der Politik der Verschlechterungen auf dem Rücken der Studierenden!
Streichen der Familienbeihilfe führt zu sozialer Katastrophe!
Wien (OTS) - "Wie nach der gestrigen Diskussion zwischen Minister
Töchterle und Hochschulforscher Hans Pechar im Wiener Managementclub
deutlich wird, geht die bildungspolitische Diskussion meilenweit an
der Lebensrealität der Studierenden vorbei. Der Vorschlag die
Familienbeihilfe nach dem 18. Lebensjahr nicht mehr auszubezahlen und
dafür ein Darlehenssystem einzurichten, ignoriert die zahlreichen
sozialen Verschlechterungen, die Studierende diesen Herbst hinnehmen
müssen", empört sich Janine Wulz vom Vorsitzteam der ÖH
Bundesvertretung. "Es muss endlich Schluss sein mit der einfallslosen
Politik, die immer nur zu massiven Verschlechterungen für Studierende
führt."
"Die Familienbeihilfebeihilfe ist mit Juli radikal gekürzt worden und
diesen Herbst stehen 27.000 Studierende ohne diese finanzielle
Unterstützung da. Das bedeutet natürlich im Weiteren, dass die
Erwerbstätigkeit Studierender ohnehin ab diesem Semester rasant
steigen wird. Derzeit arbeiten schon 60 Prozent der Studierenden mehr
als 20 Stunden pro Woche, um sich ihr Studium überhaupt leisten zu
können. Es dürfen keine Maßnahmen angedacht werden, die diese prekäre
Lage noch weiter verschlimmern. In Anbetracht einer solchen Situation
an eine Streichung der Familienbeihilfe zu denken und gleichzeitig
Darlehen vergeben zu wollen, mit denen sich Studierende gleich zu
Beginn ihrer Hochschulbildung verschulden müssen, ist klar ein
Vorgehen gegen die Studierenden.", erklärt Peter Grabuschnig, ÖH
Generalsekretär.
"Von einer solchen Regelung wären natürlich gerade Studierende aus
sozial und finanziell benachteiligten Familien besonders getroffen.
Konzepte, die den Studierenden tatsächlich Unterstützung bei ihrem
Studium bieten sind schon längst überfällig. Angefangen bei der
Entkoppelung der Auszahlung vom Alter der Studierenden bis hin zur
Anhebung der Beihilfen und Direktauszahlung an die Studierenden
selbst - es ist noch einiges zu tun. Minister Töchterle kann sich auf
einen heißen Herbst gefasst machen, sollte er unsere Forderungen
nicht ernst nehmen und derartige Überlegungen umsetzen wollen", so
Angelika Gruber vom Vorsitzteam der ÖH abschließend.
Sara Scheiflinger,
Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 211
sara.scheiflinger@oeh.ac.at;
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