- 04.10.2011, 09:00:33
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Unternehmen mit Lieferantenmanagement doppelt so erfolgreich bei Einkaufskostensenkung
Wien (OTS) - Der Methodeneinsatz macht den Unterschied - die
Benchmark-Studie "Best Performer Einkauf" von Fraunhofer Austria und
dem ÖPWZ zeigt klare Erfolgsfaktoren im Einkauf auf. Die Ergebnisse
der Studie wurden im Rahmen eines Kaminabends in Wien diskutiert.
Die Einkaufstudie bestätigt, dass methodisches Einkaufsmanagement
ein enormes Sparpotenzial generieren und so zu Win-Win Situationen
für Kunden und Lieferanten führen kann. Ein wichtiger Bestandteil des
Kaminabends von Fraunhofer Austria und der TU Wien war neben den
Studienergebnissen auch die Untersuchung der Praxistauglichkeit und
Anwendbarkeit der Resultate für Industrieunternehmen.
Über 100 österreichische Unternehmen haben an der Benchmark
Einkaufs-Studie teilgenommen, die Fraunhofer Austria Research GmbH in
Kooperation mit dem Forum Einkauf im Österreichisches Produktivitäts-
und Wirtschaftlichkeits-Zentrum, ÖPWZ durchgeführt hat. Die Studie
untersucht Materialkostenveränderungen, Methodeneinsatz,
Beschaffungsstruktur, Automatisierung und EDV-Integration oder
Lieferantenmanagement. Das klare Ergebnis: Erfolg in Einkauf und
Beschaffung ist kein Zufall. Die Besten der befragten Un-ternehmen
unterscheiden sich klar im Methodeneinsatz und in der Vorgehensweise
von den restlichen Unternehmen. "Ganzheitliche Ansätze mit
Effizienzsteigerungen in mehreren Bereichen bringen Unternehmen den
größten Nutzen", weiß Stefan Auer, Leiter der Gruppe
Logistikmanagement bei Fraunhofer Austria. "Und insbesondere die
Analyse der Highperformer zeigt, dass beispielsweise der Einsatz von
Lieferantenmanagement, Rahmenverträge oder Preisstrukturanalysen
erfolgsversprechend ist".
So schaffen 80 Prozent der Unternehmen mit Lieferantenmanagement
eine systematische und jährliche Senkung der Einkaufskosten. Bei
Unternehmen ohne Lieferantenmanagement liegt die Quote lediglich bei
40 Prozent. Darüber hinaus führt der Einsatz von
Lieferantenmanagement zu einer Verbesserung der Termintreue um 14
Prozent. Ferner zeigt die Studie, dass der vermehrte Einsatz von
Rahmenverträge nicht nur die Einkaufsperformance verbessert, sondern
auch zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen Kunden und Lieferanten
führt und das aktive Betreiben von Preisstrukturanalysen, verbunden
mit einer fairen Preisfindung für mehr Transparenz bei Käufer und
Verkäufer sorgt.
Auch hinsichtlich der Abwicklung von Einkaufsprozessen lässt die
Studie interessante Rückschlüsse zu. Erfolgreiche Unternehmen
automatisieren in erhöhtem Maße ihre Einkaufsprozesse, wickeln diese
EDV-unterstützt ab und haben zudem ein deutlich breiteres Verständnis
sowohl für ein durchgängiges Einkaufs-Controlling wie auch für die
Nutzung von Kennzahlen als der Durchschnitt der Teilnehmer. So kennen
nur 25 % der Low-Performer die Kosten eines Bestellungsvorgangs. Bei
High-Performern sind es 90 %. In Ermangelung geeigneter Kennzahlen
erfolgt bei der Mehrheit der Low-Performer eine Einkaufsentscheidung
auf Basis der reinen Teilepreise ohne Berücksichtigung der
Gesamtkosten.
"Die Studie liefert jedoch nicht nur interessante Ergebnisse
hinsichtlich des Einkaufsverhaltens österreichischer Unternehmen",
erklärte Günther Pressler, Logistikleiter der Salvagnini Maschinenbau
GmbH und Vizepräsident beim Forum Einkauf des ÖPWZ anlässlich des
Fraunhofer Kaminabends. "Bei uns im Unternehmen war sie Grundlage für
eine interessante Benchmark-Untersuchung um feststellen zu können, wo
wir bei Salvagnini im Vergleich zu anderen Unternehmen stehen und wo
es Ansätze zu Verbesserungen gibt." Ein sehr wichtiger Punkt ist hier
die richtige Interpretation der Studie hinsichtlich der Situation im
eigenen Unternehmen. Die Studie liefert einen Überblick über
erfolgversprechende Methoden im Einkauf.
Die Studie ist gegen eine Schutzgebühr von 85 Euro erhältlich.
Bestellung unter: http://einkauf.opwz.com/index.php?id=260
Rückfragehinweis:
Fraunhofer Austria Research GmbH Produktions- und Logistikmanagement Dipl.- Ing. Daniel Palm Telefon: +43 1 504 6906 [email protected] www.fraunhofer.at
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