Mitterlehner: "Ansiedlung von Headquarters ist Schlüsselfrage für Standort Österreich"
Wirtschaftsminister bei "Headquarters Dialog": Aktuelle Studien zeigen hohe Bedeutung Österreichs als Standort für Ansiedlungen - Rahmenbedingungen laufend verbessern
Wien (OTS/BMWFJ) - Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner
betonte am Montagabend beim "Headquarters Dialog" im
Wirtschaftsministerium die steigende Bedeutung einer aktiven
Standortpolitik. "Die Ansiedlung von Headquarters ist eine
Schlüsselfrage für den nachhaltigen Erfolg und die
Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Österreich. Wir sind hier sehr
erfolgreich unterwegs, müssen aber laufend an besseren
Rahmenbedingungen und effizienteren Strukturen arbeiten", sagte
Mitterlehner. "Unser Ziel muss es daher sein, die Steuer- und
Abgabenquote zu senken, den Wettbewerb zu stärken, den
Fachkräftenachwuchs zu sichern, die Verwaltung effizienter zu
gestalten und insgesamt mehr Transparenz zu schaffen", so
Mitterlehner unter Verweis auf sein kürzlich präsentiertes
Fünf-Punkte-Programm für den Wirtschaftsstandort.
Dass der Headquarters-Standort Österreich im internationalen
Vergleich gut aufgestellt ist, zeigt eine neue Erhebung der
renommierten Rechtsanwalt-Sozietät Wolf Theiss: "Mit derzeit 303
Headquarters liegen wir weit vor unseren Konkurrenz-Standorten Polen,
Slowakei, Tschechien und Ungarn, wo in Summe nur 84 internationale
Headquarters angesiedelt sind", so Mitterlehner. Auch die jüngsten
Entwicklungen zeigen einen Aufwärtstrend. "Seit September 2009 haben
wir in Österreich einen Zuwachs von 14 neuen regionalen
Unternehmens-Headquarters erzielt", sagte Mitterlehner. "Wir
profitieren unter anderem von unserer Drehscheiben-Funktion in
Richtung Zentral- und Osteuropa, den guten Verkehrsverbindungen, der
hohen Lebensqualität und dem insgesamt stabilen wirtschaftlichen
Umfeld", so Mitterlehner.
Positive Ergebnisse zeigt auch eine beim "Headquarters Dialog"
präsentierte Befragung von Kreutzer Fischer & Partner zur "Rolle und
Herausforderung Internationaler Headquarters in Österreich". Demnach
bewerten rund 70 Prozent der 111 befragten CEO's und CFO's von
Headquarters-Unternehmen die Rolle des österreichischen
Headquarters innerhalb des Konzerns als sehr groß oder groß. Laut
Andreas Kreutzer, dem Geschäftsführer von Kreutzer Fischer & Partner,
sind die Befragten zudem grundsätzlich zufrieden mit der
österreichischen Wirtschaftspolitik. Für die Zukunft sehen sie die
größten Herausforderungen neben der Konjunkturentwicklung beim
Recruiting von Fachkräften sowie durch eventuelle neue Steuern und
Abgaben.
Zwiti: Wichtige Headquarters-Ansiedlungen
Prominentester Headquarters-Neuzugang ist der BMW-Konzern, der
Ende 2010 die Vertriebsregion Central East Europe von München nach
Salzburg verlegt hat und dort bereits 100 neue, sehr attraktive
Arbeitsplätze geschaffen hat. Weitere Beispiele für Neuansiedlungen
sind die deutsche METRO Cash & Carry in Wien, die Südtiroler DURST
Fototechnik mit einem Forschungs-Headquarter in Lienz und das
weltweite Münztechnologie-Entwicklungszentrum von Wincor-Nixdorf in
Linz.
Diese Ansiedlungen untermauern auch den Erfolg der im Auftrag
Mitterlehners gestarteten Headquarters-Offensive der ABA-Invest in
Austria. "Damit verfolgen wir zwei Ziele", so Mitterlehner,
"einerseits die intensive Betreuung der bereits angesiedelten
Headquarters und andererseits die verstärkte Neuakquisition." Seit
dem Start der Initiative wurden acht Headquarters (HQs) und drei
Leading Competence Units (LCUs) neu in Österreich angesiedelt.
Weiters konnten 13 Regional-Kompetenz-Zentren (Vorstufe eines
regionalen Headquarters) sowie drei Headquarters-Expansionsprojekte
realisiert werden.
Neben der Präsentation der Studienergebnisse fand auch eine
Podiumsdiskussion mit hochkarätigen Unternehmern statt, in der die
Vorzüge des Standorts Österreich und die wichtigsten Zukunftsaufgaben
analysiert wurden. Dabei diskutierten Monika Kircher-Kohl
(Vorstandsvorsitzende von Infineon Technologies Austria AG), Mike
Borze (Vizepräsident BenQ Europe), Klaus Huttelmaier (Alleinvorstand
Robert Bosch AG) sowie Elmar Wieland (Vorstandvorsitzender Schenker &
CO AG, Regional Head Office Austria + South East Europe).
Die beim "Headquarters Dialog" präsentierten Studien und
Erhebungen stehen auf der Homepage des Wirtschaftsministeriums
(www.bmwfj.gv.at) zum Download bereit.
Familie und Jugend
Pressesprecher des Bundesministers:
Mag. Waltraud Kaserer
Tel.: +43 (01) 71100-5108 / Mobil: +43 664 813 18 34
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